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Freiburger Romanist erhält das Bundesverdienstkreuz

Der Mitbegründer des Frankreichzentrums Joseph Jurt wird ausgezeichnet

Freiburg, 09.07.2001

SPERRFRIST, 11.7.01, 19.15 Uhr!


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

am Mittwoch, den 11. Juli 2001, wird der Freiburger Romanist Professor Dr. Joseph Jurt mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Universitätsrektor Professor Dr. Dr. h.c. Wolfgang Jäger wird den vom Bundespräsidenten verliehenen Orden im Rahmen eines Festaktes um 19.15 Uhr im Haus zur Lieben Hand, Löwenstraße 16, überreichen. Professor Jurt wird damit für seine Bemühungen um die deutsch-französischen Beziehungen gewürdigt. Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie herzlich ein!

Der gebürtige Schweizer ist Mitbegründer des Frankreichzentrums der Albert-Ludwigs-Universität und hatte bereits Ende der achtziger Jahre ein Konzept für ein auf Frankreich bezogenes Forschungszentrum ausgearbeitet. Nach der Gründung 1990 arbeitete der vor allem auch in Frankreich sehr geschätzte Freiburger Wissenschaftler im Vorstand mit und ist seit 1993 Vorstandsvorsitzender des Frankreichzentrums. Auch an der Gründung des Förderkreises des Zentrums war Jurt maßgeblich beteiligt.

Der Romanist ist ebenso in vielen anderen Bereichen im engen Kontakt zu Frankreich: Joseph Jurt ist federführend bei der Ausarbeitung der Themen für die erfolgreichen Deutsch-Französischen Kulturgespräche "Korrespondenzen/ Correspondances", die seit 1996 in einem zweijährigen Rhythmus stattfinden. 1997 wurde der Schweizer von Ministerpräsident Teufel zum Mitglied des Deutsch-Französischen Kulturrats ernannt, um dort die deutsche Seite zu vertreten. Darüber hinaus ist Jurt Mitglied des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierates.


Mit freundlichen Grüßen

Rudolf-Werner Dreier
Leiter Kommunikation und Presse



Lebenslauf Joseph Jurt:


1940 geboren in Willisau-Land (Schweiz), Grundschule; Humanistisches
Gymnasium, Matura am Gymnasium in Stans, 1961
1962-1966 Studium der Romanistik und der Geschichte an der Universität Fribourg und der Sorbonne
1966 Promotion an der Universität Fribourg mit der Dissertation 'Les attitudes politiques de Georges Bernanos jusqu'en 1931'
1966-1970 Seminarprofessor am Lehrerseminar des Kantons Luzern (Hitzkirch) für Französisch und Italienisch
1970-1973 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Schweizerischen Nationalfonds für wissenschaftliche Forschung in Paris; Elève titulaire Ecole Pratique des Hautes Etudes en Sciences Sociales
1974-1981 Wissenschaftlicher Assistent, dann Akademischer Rat an der Universität Regensburg
1978 Habilitation an der Universität Regensburg für das Fach Romanische Philologie (Literaturwissenschaft)
1980 Ernennung zum Professor an der Universität Regensburg
1981 Ruf auf eine Professur der Universität Freiburg
1983-1984 Dekan der Philosophischen Fakultät II
1984-1987 Leitung des DFG-Projekts 'Vermittlung und Aufnahme französischer Literatur in der Bundesrepublik seit 1945'
1987, 1989, 1993, Einladung als Directeur de recherches associé an der Ecole
1997, 1998 des Hautes Etudes Paris
1989 Mit-Initiator und Mitglied des Vorstandes des Frankreich-Zentrums der Universität Freiburg
1993-1999 Sprecher des Graduiertenkollegs 'Modernität und Tradition'
1993-2000 Vorsitzender des Vorstands des Frankreich-Zentrums
1994-1997 Leitung des DFB-Projekts 'Nation und Modernität '
1997-2000 Leitung des Projekts B3 'Die Konstruktion nationaler Identitäten in Deutschland, England und in Frankreich im 19. und 20. Jahrhundert' im SFB 541 'Identitäten und Alteritäten'
1997-2000 Mitglied des Deutsch-Französischen Kulturrats
seit 2000 Mitglied des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierates
2001 Gastprofessur an der Sorbonne Nouvelle (Paris III)


Auszeichnungen - Chevalier dans l'Ordre des Palmes Académiques (1991)
- Universitätsmedaille der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
(1999)
- Chevalier dans l'Ordre National du Mérite (2000)
- Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der
Bundesrepublik Deutschland (2001)