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Plastische Chirurgie der weiblichen Brust

Vielfalt der Operations-Verfahren ermöglicht mehr Lebensqualität

Freiburg, 22.05.2002

Die plastische Chirurgie hat in den letzten zehn Jahren eine Vielfalt individueller Operationsverfahren entwickelt. Davon profitieren zahlenmäßig vor allem zwei Bereiche der Mammachirurgie: der Wiederaufbau der Brust bei Brustkrebs und in der Ästhetischen Chirurgie Brustvergrößerungen, die in der Öffentlichkeit auf großes Interesse stoßen. Die Verfeinerung und Neuentwicklung von Operationsverfahren ermöglichen, durch Brustaufbau die seelischen Belastungen für an Brustkrebs erkrankte Frauen zu verringern. Heutige Verfahren in der ästhetischen Chirurgie reduzieren die körperliche Belastung der Patientinnen. Einen Überblick über derzeitige Möglichkeiten und Perspektiven gibt das internationale Symposium "Mammachirurgie. Möglichkeiten und Perspektiven der Plastischen Chirurgie" am Samstag, den 25. Mai 2002, von 8.30 Uhr bis 18.00 Uhr, im Konzerthaus Freiburg, das die Abteilung für Plastische und Handchirurgie, Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Björn Stark, veranstaltet.

Wenngleich heute bei vielen Frauen mit Brustkrebs die Brust nicht entfernt wird, so ist doch noch mindestens bei etwa einem Drittel der Patientinnen eine Amputation erforderlich. Dies bedeutet oft zusätzlich zur beängstigenden Tumorerkrankung eine psychische Belastung. Es steht heute eine Anzahl von Rekonstruktionsverfahren zur Verfügung, die auch, wie am Freiburger Klinikum, bereits im Rahmen der Amputation zum Einsatz kommen. Neben Prothesen und Gewebeexpandern hat sich der Aufbau durch körpereigenes Gewebe zur Standardoperation entwickelt. Hierbei wird durch mikrochirurgischen Transfer Haut und Fettgewebe aus dem Unterbauch zum Ersatz des Brusthügels verwandt. Auf Silikon kann verzichtet werden.

Nachdem Befürchtungen, dass Silikonprothesen rheumatische Erkrankungen auslösen können, widerlegt wurden, lässt sich wieder eine steigende Anzahl an Brustvergrößerungs-Operationen feststellen. Ein gutes Ergebnis bedarf einer differenzierten Operationstechnik und qualitativ hochwertiger Prothesen. Nicht immer ist gewährleistet, daß Operateure bei ästhetisch-chirurgischen Einfriffen auch Fachärzte für Plastische Chirurgie sind. Über Qualitätsanforderungen bei diesen Eingriffen möchte die Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen auf dem Symposium informieren. Die Abteilung Plastische Chirurgie ist Partner des Zentrums für Senologie am Universitätsklinikum Freiburg, das Patientinnen eine interdisziplinäre Behandlung bei Erkrankungen der Brust anbietet.

Kontakt:

Prof. Dr. G. Björn Stark
Abteilung Plastische und Handchirurgie
Universitätsklinikum Freiburg
Telefon 0761-2702817
Fax 0761-270-2501
stark@ch11.ukl.uni-freiburg.de