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Mit mehr Motivation und Neugier ins Studium

Erfolgreiche Innovation: Das Erstsemesterprojekt ESPRO an der Albert-Ludwigs-Universität fördert die Eigeninitiative

Freiburg, 08.11.2002

Der Studienbeginn ist für die meisten Studierenden ein schwieriger Einstieg in einen neuen Lebensabschnitt. Dabei sind die ersten Wochen des Studiums oft entscheidend für alle weiteren Erfolge oder Misserfolge. Die Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg hat deshalb jetzt einen innovativen Studienbeginn entwickelt: das Erstsemesterprojekt ESPRO. Ziel von ESPRO ist es, den Erstsemestern durch einen praxisnahen, aber durchaus wissenschaftlich anspruchsvollen und vor allem interessanten Einstieg, eine möglichst hohe Motivation zu vermitteln. Erlernt werden außerdem die notwendigen Lern- und Arbeitstechniken, mit deren Hilfe man die weiteren Lehrveranstaltungen im Studium erfolgreich bewältigen kann.

Mit ESPRO vollzieht die Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften der Freiburger Universität einen weiteren Reformschritt im Studiengang Forstwissenschaft. Seit 1995 hat die Fakultät in mehreren Schritten eine radikale Reform des Studiums durchgeführt. Dabei war der "revolutionärste" Schritt der Übergang von der klassischen Vorlesungsstruktur zur Lehre in thematischen Blöcken von einer bis drei Wochen Dauer. Mit ihrem Reformkonzept hat sich die Fakultät an die Spitze der innovativen Hochschullehre Deutschlands gesetzt. 1998 wurde die Reform durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgezeichnet.

ESPRO wurde in Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern der Freiburger Fakultät und den Spezialisten für Hochschuldidaktik des interdisziplinären Zentrums für Hochschuldidaktik (IZHD) in Bielefeld konzipiert. In diesem fünfwöchigen Programm sollen die Studienanfängerinnen und -anfänger, ihren eigenen Neigungen folgend, aktuelle Themen selbständig aufgreifen und auf der Grundlage des so genannten problem-basierten Lernens (problem-based learning, PBL) eigenständig bearbeiten. Damit erhalten die Studierenden gleich zu Beginn ihres Studiums ein sehr hohes Maß an Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, den beiden wichtigsten Eigenschaften für ein erfolgreiches Studium.

Für die Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften verbindet sich mit ESPRO ein relativ hoher personeller und inhaltlicher Betreuungsaufwand. Aber die Mühe lohnt sich: Die Begeisterung der Studierenden und ihre Bereitschaft, sich im Projekt zu engagieren, ist überwältigend. In Kleingruppen bearbeiten die

Studierenden nach didaktischer Anleitung durch studentische Tutoren das eigenständig ausgewählte "Problem". Von der Fakultät wurde lediglich ein grober thematischer Rahmen vorgegeben: der "Freiburger Mooswald". An diesem Erkenntnisobjekt werden beispielsweise die "Auswirkungen von Autobahnen auf die Tierwelt", "Probleme der Kiesgewinnung am Oberrhein" oder auch "Konflikte zwischen Erholung und Naturschutz in einem stadtnahen Wald" untersucht.

Zum Abschluss des Projektes stellen alle Gruppen ihr Ergebnis in einem jeweils 20-minütigen Vortrag dem ganzen Semester und den Professoren vor; außerdem liefern sie einen schriftlichen Bericht zu ihrem Thema. Dabei werden aber nicht in erster Linie die Inhalte als Ergebnis gewertet. Die viel wichtigeren Lernerfolge liegen im Methodischen: Studierende erlernen anhand einer konkreten Frage, die sie selbst wirklich interessiert, Lern- und Arbeitstechniken für den studentischen Alltag. Außerdem machen sie die Erfahrung, wie viel Begeisterung sie selbst für die Lösung eines Problems aufbringen können. Das Ergebnis: ein motivierter Studienbeginn.


Kontakt
Prof. Dr. Werner Konold
Studiendekan
Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften
Tennenbacher Straße 4
79104 Freiburg
Tel. 0761/203-3634
Fax 0761/203-3600
Mail: werner.konold@landespflege.uni-freiburg.de



Für alle Kolleginnen und Kollegen der Presse:

Zur Präsentation der studentischen Arbeitsergebnisse am

Dienstag und Mittwoch, den 12. und 13. November 2002,
jeweils ab 8:30 Uhr (bis ca. 12:00 Uhr)
im Oberen Hörsaal, Alte Universität, Bertoldstraße 17,

sind Sie herzlich eingeladen. Dann stehen Ihnen ebenfalls Ansprechpartner (Studierende, Tutoren, Professoren) zum Freiburger ESPRO-Projekt zur Verfügung.

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