Artikelaktionen

Sie sind hier: Startseite Newsroom Pressemitteilungen … Mehr Platz für Spitzenforschung

Mehr Platz für Spitzenforschung

Richtfest für weiteres Forschungsgebäude der Fakultät für Angewandte Wissenschaften - Honorierung erfolgreicher Forschungsaktivitäten - 4,2 Mio Euro Baukosten

Freiburg, 04.02.2003

Nach neunmonatiger Bauzeit wurde heute das Richtfest für ein weiteres Forschungsgebäude auf dem Campus der Fakultät für
Angewandte Wissenschaften am Flugplatz (Georges-Köhler- Allee ) gefeiert. Dem zusätzlichen Platzbedarf hatte die Landesregierung Rechnung getragen, nachdem klar erkennbar war, dass sich die neue Fakultät überproportional erfolgreich entwickelt. Sie beauftragte das Universitäts-Bauamt mit Planung und Durchführung des Projekts. Die Baukosten belaufen sich auf rund 4,2 Mio €.

Mit dem neuen Gebäude wird die forschungsaktive Fakultät zusätzlichen Platz erhalten, um zahlreiche Projekte zu realisieren, für die seitens der Europäischen Gemeinschaft, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie der Industrie überdurchschnittlich hohe Drittmittel eingeworben wurden. "Mehrere hochinnovative Projekte stehen bereits in der Warteschlange", so Professor Roland Zengerle vom Lehrstuhl für Anwendungsentwicklung.

Das neue Forschungsgebäude für Drittmittelprojekte, Technologietransfer und Industriekontakte umfasst auf insgesamt 1300 qm Experimentalräume und Büros. Hinsichtlich der baulichen Konstruktion wurde auf Flexibilität großen Wert gelegt : Große Raumhöhen und ein zentraler Installationsschacht ermöglichen es, bei Bedarf in beschränktem Umfang auch Labore einzurichten. Mit einem innovativen Lüftungskonzept wird während der Sommermonate eine natürliche Nachtauskühlung erreicht.

In den vergangenen acht Jahren baute die Albert-Ludwigs-Universität die Institute für Informatik (IIF) und Mikrosystemtechnik (IMTEK) zügig aus. Diese Aufbauphase ist nun weitgehend abgeschlossen. Inzwischen nehmen die Institute Spitzenplätze in Deutschland ein. Dies wird durch zahlreiche international beachtete wissenschaftliche Veröffentlichungen unterstrichen.

Beide Institute sind in der Lehre ebenfalls erfolgreich und weisen eine stetig steigende Zahl von Studierenden auf. Das IMTEK bildet "Ingenieure neuen Typs" mit spezifischen interdisziplinären und stark praxisorientierten Fähigkeiten aus: Experten mit Überblick über die gesamte Mikrosystemtechnik, die dringend gesucht werden.
"Die Mikrosystemtechnik als Wachstumsmarkt muss die vorhan-denen Mikro- und Nano-Technologien immer schneller und vor allem anwendungsorientiert weiterentwickeln", fordert IMTEK-Direktor Professor Jürgen Rühe. Die Informatik setzt Reformen in Bezug auf Interdisziplinarität und Internationalität um. So bestehen als Alternative zum Diplom die konsekutiven Abschlüsse Bachelor und Master (mit dem international orientierten Studiengang Applied Computer Science). In allen Studienangeboten der Informatik ist ein Kreditpunktesystem mit studienbegleitenden Prüfungen verwirklicht. Eine herausragende Position hat das Institut zudem in Forschung und Entwicklung neuer multimedialer Lehr- und Lernplattformen erworben.

Die Fakultät für Angewandte Wissenschaften verbindet Grundlagenforschung und industrielle Anwendung. Einige Projekte führten bereits zu Firmen-Ausgründungen, bei denen das Know-How der Forschung in die Praxis umgesetzt wird. Herausragende Beispiele dafür sind ATRICS (Simulations- und Steuerungslösungen für den Rollverkehr auf Flughäfen), die Zweigstelle einer im Multimedia-Bereich tätigen Firma, die einen Forschungsprototyp für die Aufzeichnung von Rechnerpräsentationen kommerzialisiert, weiter Jobst Technologies ( mikroanalytische und mikrofluidische Komplettsysteme und Komponenten) mit ihrem weltweiten Kompetenzvorsprung bei medizinischen Anwendungen von Biosensoren sowie Micro-Biolytics, die mikrostrukturierte Dünnschicht-Systeme für die Analyse flüssiger Bioproben herstellt: Sie werden in kostengünstige, einfach zu bedienende Spezialgeräte für klinische Diagnostik, Nahrungsmittelkontrolle und Umweltanalyse eingebaut.



Kontakt:

Dr. Rainer Giersiepen
Fakultätsassistent
Universität Freiburg
Fakultät für Angewandte Wissenschaften
Dekanat
Georges-Köhler-Allee 101, D - 79110 Freiburg
Tel.: 0761/203-8085, Fax: 0761/203-8082
giersiepen@informatik.uni-freiburg.de

abgelegt unter: