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Gemeinsame Presseinformation der AOK Baden-Württemberg und des Universitätsklinikums Freiburg

Jetzt bessere Hilfe für Demenz-Kranke in Freiburg - AOK und Universitätsklinikum starten ab 1. Juli 2003 Modellprojekt "Memory-Ambulanz"

Freiburg, 26.06.2003

Ab Dienstag (01.07.2003) steht Demenz-Kranken und ihren Angehörigen in Freiburg ein umfassendes Angebot an medizinischer und psychosozialer Betreuung zur Verfügung. AOK Baden-Württemberg und Universitätsklinikum Freiburg begehen gemeinsam mit der sogenannten "Memory-Ambulanz" eine bislang in Deutschland einmalige Kooperation. Die "Memory-Ambulanz" ist eine Art "besondere Sprechstunde" für Patienten mit Demenzerkrankungen und ihre Angehörigen, die am Zentrum für Geriatrie und Gerontologie am Freiburger Universitätsklinikum eingerichtet wurde. Der Modellversuch läuft zunächst bis zum 30. Juni 2007.

Laut AOK und Uniklinikum arbeitet die neue Ambulanz eng mit den niedergelassenen Haus- und Nervenärzten zusammen, in deren Händen die Behandlung liege. Zusätzlich zu den medizinisch-therapeutischen Maßnahmen würden die Patienten und ihre Angehörigen in Fördergruppen oder Gesprächs- und Informationsgruppen aufgenommen. So könne sichergestellt werden, dass auf die seelische Belastung und Alltagsprobleme Demenzkranker und ihrer pflegenden Angehörigen besonders intensiv eingegangen werde. AOK-versicherte Patienten erhalten im Rahmen des Projektes auch kurzfristige Untersuchungstermine.

AOK und Universitätsklinikum wollen mit dieser neuartigen Kooperation zeigen, dass sich durch spezialisierte Diagnostik und Beratung die Versorgung der Patienten verbessern und die Behandlungskosten senken lassen. Nach den Worten des Vorsitzenden des Vorstandes der AOK Baden-Württemberg, Roland Sing, gehe es aber nicht nur um die Verbesserung der Behandlungsqualität. Sing: "Wir wollen auch Angehörige, die durch die Pflege und die Situation außerordentlich belastet sind, unterstützen".

Laut Uniklinikum treten in der Stadt Freiburg pro Jahr rund 300 neue Fälle von Demenzerkrankungen auf. Dazu kommen 3.000 bereits erkrankte Patienten. Die genaue Diagnose einer Demenzerkrankung könne für nichtspezialisierte Ärzte ein Problem darstellen. Es gebe für die meisten Erkrankungen keine Labortests und die Aussagekraft von Computer- und Kernspintomographien sei eingeschränkt. Zudem hätten sich die Kenntnisse über Grundlagen und Diagnostik zwar rasch fortentwickelt. Jedoch sei es angesichts des sehr wechselhaften Erscheinungsbildes der Demenzerkrankungen nicht immer einfach, die genaue Diagnose und die optimale Behandlung festzulegen.

Die Untersuchung in der "Memory-Ambulanz" soll dazu beitragen, Medikamente, Diagnostik und Krankenhaus-aufenthalte auf das Notwendige zu beschränken. Die Ambulanz werde von PD Dr. Klaus Schmidtke und PD Dr. Michael Hüll geleitet. Eine Selbsteinweisung ist nicht möglich. Patienten werden von ihrem niedergelassenen Arzt an die "Memory-Ambulanz" überwiesen und kommen dort mit einem ausführlichen Befund und einer Therapieempfehlung zur Behandlung zu ihrem Arzt zurück. Anmeldungen zur "Memory-Ambulanz", Zentrum für Geriatrie und Gerontologie, können unter Telefon 0761 270 7098, vormittags, erfolgen.



Kontakt:

PD Dr. Klaus Schmidtke
PD Dr. Michael Hüll
Memory AmbulanzZentrum für Geriatrie und Gerontologie
Universitätsklinikum Freiburg
Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg
Tel.: 0761 270 7077


AOK-Pressestelle, Otwin Schierle, Telefon: 0711 25 93-231

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