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Universität Freiburg sucht sich ihre Studierenden zukünftig selbst aus

Gewinner des Wettbewerbs „StudierendenAuswahl“

Freiburg, 19.03.2004

Die Universität Freiburg ist Gewinner eines Wettbewerbs um das innovativste Konzept zur Studierendenauswahl. Bei dem vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Landesstiftung Baden-Württemberg ausgeschriebenen Aktionsprogramm für vorbildliche Projekte zur Auswahl von Studienbewerbern konnte die Universität Freiburg mit ihrem zukunftsweisenden „Freiburger Studierenden-Auswahl-Modell“ die Jury überzeugen und segelt nun in diesem Bereich als „Flaggschiff“ im Gewässer des Hochschulwettbewerbs. 500.000 Euro stehen ihr nun neben umfangreichen eigenen Mitteln für die nächsten drei Jahre zur Realisierung ihres Vorhabens zur Verfügung, das als einziges Konzept die gesamte Hochschule einbezieht und ihre nationalen wie internationalen Studierenden umfasst.

Mit Ihrem prämierten Gesamtkonzept stellt sich die Universität Freiburg als erste staatliche Universität dem marktorientierten Wettbewerb um die besten Studierenden. Rektor Prof. Wolfgang Jäger sieht dies als eine strategische Entscheidung für die Zukunft, auch wenn heute noch zahlreiche Hürden des Kapazitätsrechts einen echten Wettbewerb behindern. „Eliteuniversitäten können nicht staatlich verordnet werden. Elite sein bedeutet, die besten Köpfe an die Universität zu holen.“ Und dazu will die Albert-Ludwigs-Universität, die sich aufgrund der letzten bundesweiten Rankings zu den Spitzenuniversitäten in Deutschland zählen darf, bei der Studierendenauswahl neue Wege gehen. Neben dem Studienerfolg wird die Freiburger Universität dem zukünftigen Berufserfolg ihrer Studierenden einen besonderen Stellenwert einräumen. Durch das „Freiburger Studierenden-Auswahl-Modell“ wird die Profilbildung der Universität unterstützt, da die Fähigkeiten der Studienbewerber maßgeschneidert am Anforderungsprofil der Studiengänge ausgerichtet sein werden.
Mit Hilfe der Förderung wird die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in den kommenden drei Jahren ein mehrstufiges Verfahren für die Studierendenauswahl aufbauen. Erster Schritt, um eine möglichst große Zahl an hochqualifizierten Studieninteressierten aus dem In- und Ausland anzuziehen, wird zunächst ein internetbasiertes Studierendenportal sein, das umfassende Informationen zum Studienangebot und Hilfe für die ersten Schritten bis zum Studienbeginn bietet. Über ein freiwilliges Self-Assessment werden die potenziellen Bewerber bereits auf dieser Stufe eine Rückmeldung über ihre Eignung erhalten. Die Selbstauswahl wird zusätzlich durch eLearning-Module unterstützt.
Der nächste Schritt wird dann eine Online-Bewerbung sein, die von den Bewerbern direkt aus dem Studierendenportal heraus abgeschickt werden kann.

Während in früheren Jahren die Abiturnote als Kriterium für eine Zulassung meist ausreichte, werden in einem weiteren Schritt mit Hilfe einer computergestützten Eignungsdiagnostik studiengangspezifisch zusätzliche Kompetenzen abgefragt. Klassische Kriterien wie die Abiturnote werden bei dem Freiburger Modell durch persönliche und fachliche Eignung ergänzt und mit Hilfe der modernen Medien erhoben.
Bei Bedarf können diese Verfahrensschritte durch persönliche Auswahl-gespräche ergänzt werden.
Die Auswahlkriterien und -methoden werden parallel wissenschaftlich untersucht durch das Team um Professor Heinz Schüpbach, Leiter der Arbeits- und Organisationspsychologie am Institut für Psychologie der Albert-Ludwigs-Universität.
Dieses neue Auswahlverfahren ergänzt die vielfältigen Aktivitäten der Freiburger Universität zur verbesserten Betreuung ihrer Studierenden und ihrer beruflichen Qualifizierung (Career Center, Zentrum für Schlüsselqualifikationen, Alumni Freiburg etc.).







Kontakt:

Prof. Dr. Karl Reinhard Volz
Prorektor für Studienangelegenheiten
Tel: 0761 / 203-3712

Dr. Michael Kraus
Projektbeauftragter
Tel.: 0761 / 203-4290
Mail: michael.kraus@uni-freiburg.de


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