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Endlich fertig! Aus alt macht neu

Hörsaal 1010 im Universitätszentrum seit Beginn des Sommersemesters in Betrieb

Freiburg, 06.05.2004

Mit Beginn des Sommersemesters Ende April steht der Hörsaal 1010 im Kollegiengebäude I, Erdgeschoss, im Universitätszentrum wieder für die Lehre und für Veranstaltungen an der Albert-Ludwigs-Universität zur Verfügung. Der Hörsaal wurde vollständig neu renoviert und mit modernster Tagungstechnik ausgestattet. Die Bauzeit betrug 14 Monate, die Gesamtbaukosten lagen bei 1,5 Millionen Euro. Im Rahmen einer kleinen Feier wird der Rektor der Albert-Ludwigs-Universität, Professor Dr. Dr. h.c. Wolfgang Jäger den renovierten Hörsaal am Montag, den 10. Mai 2004, um 16.30 Uhr einweihen. Mit der Betriebnahme des Hörsaals 1010 ist ein weiterer Baustein des Hörsaalsanierungsprogramms im Kollegiengebäude I vollendet. Nach der Aula und dem Höraal 1199 ist dies der dritte große Hörsaal, der nach fast 100 Semestern Betriebsdauer einer grundlegenden Renovierung unterzogen wurde. Auf einer Gesamtgrundfläche von 320 Quadtratmeter bietet der Saal nun 328 Personen Platz.

Anlass für diese Hörsaalsanierung war vor allem die völlig veraltete technische Saalausstattung, zu der unter anderem eine fast museale Elektroakustik- und Medienausstattung gehörte. Entwurf , Planung und Bauleitung erfolgten durch das Freiburger Architekturbüro an der Milchstrasse Schäfer-Theissen-Kaelble , koordiniert durch das Universitätsbauamt Freiburg . Dabei wurde ein besonderes Augenmerk auf die vorhandenen, denkmalgeschützen Bauteilen gelegt . Im Laufe der Arbeiten fand man u.a. Reste der ehemaligen kassettierten Stuckdecken wieder.

Bereits während des Planungsstadiums fand die entscheidende Weichenstellung statt: Die gesamte Saalordnung wurde um 180 Grad gedreht, das Gestühl von der Eingangsebene nach unten abfallend und die Projektion- und Tafelflächen dem Eingang gegenüber gestellt. Mit dieser Maßnahme konnte die Raumkubatur um etwa 25 Prozent vergrößert werden. Der Gewinn an Raumhöhe verbessert nun erheblich die Saalproberationen, die jetzt mit denen der Aula und des Hörsaal 1199 vergleichbar sind. Die Lüftungszentrale im darunter liegenden Keller wurde ebenfalls neu aufgebaut.

Über eine Druckkammer wird dem Saal jetzt frische Zuluft direkt unter dem Gestühl zugeführt. Die Abluftführung erfolgt über die Kassetten der Hörsaaldecke. Durch eine im bestehenden Verbindungskanal zur Universitätsbibliothek verlegte neue Kälteleitung kann die Saaltemperatur während der Sommermonate in erträglichen Grenzen gehalten werden.

Wesentliche Qualitätsmerkmal bei Hörsälen stellen die akustischen Charaktereigenschaften dar. Großflächig und im richtigen Verhältnis zueinander eingebrachte Resonatoren und Absorberflächen sorgen nun für eine perfekte Sprachverständlichkeit, die im Bedarfsfall von modernster Elektroakustik unterstützt wird. Eine komplette Multimedia-Ausstattung mit Großbildprojektionen auf die drei mal sechs Meter große Leinwand lassen zusammen mit der Steuerung über Touch-Panel keinerlei Wünsche offen. Die Güte der Präsentationstechnik reicht bis zur absoluten Kinoqualität.

Die neben der veränderten Raumkubatur augenfälligste Neuerung stellt die Saaldecke dar. Die tragende kreuzförmige Rippenstruktur war 50 Jahre lang über der hölzernen Deckenabhängung versteckt. Reste des historischen Stucks und Zeichnung aus der Entstehungszeit ließen eine originalgetreue Rekonstruktion zu. Allerdings wären die 1911 eingesetzten Glas- Pendelleuchten für eine neuzeitliche Saalausleuchtung völlig untauglich gewesen. Alle Deckenkassetten wurden jetzt mit einem umlaufenden indirekten Lichtband versehen und mit direkt abstrahlenden Lichtflächen in zentralen Stuckspiegeln ausgestattet. Zusammen mit in den Fensternischen eingebauten Strahlern, passt sich die komplett dimmbare Lichtszenerie den unterschiedlichen Anforderungen an die Saalatmosphäre und Nutzung an.

Die vorgelagerte zentrale Eingangshalle wurde von der Kellertreppe aus den 60er Jahren befreit, die Farbigkeit der Wandflächen ist dem Original nachempfunden diverse Schleiflacktürblätter wurde durch historische Eichentüren ersetzt. Die neue Fensterverglasung verbessert die Lichtverhältnisse, spart Heizenergie und erlaubt einen ungetrübten Ausblick in den Innenhof.

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