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Zahnimplantate und Biotechnologie – ein echter Fortschritt?

Perspektiven zum Einsatz in der Praxis

Freiburg, 09.09.2004

In wissenschaftlichen Studien zum Langzeiterfolg von Zahnimplantaten werden große Fortschritte von der Biotechnologie erwartet, die Lösungen vor allem für die Wundgewebsheilung und das Knochenwachstum bieten kann und soll. Dabei ist es für niedergelassene Zahnärzte oder Kieferchirurgen und Kliniker gleichermaßen schwer zu erkennen, welche Wege zu einem echten Fortschritt führen werden. Knackpunkte sind die Umsetzbarkeit in der Versorgung einer größeren Zahl von Patienten, mögliche Risiken biotechnologischer Verfahren und natürlich auch die Kostenfrage. Am 10. und 11. September kamen im Freiburger Konzerthaus Experten aus ganz Deutschland zusammen, die für die Anregung der Knochenbildung, eine beschleunigte Weichgewebswundheilung und die Möglichkeiten des Einsatzes von Stammzellen Perspektiven für einen Einsatz in der Praxis aufzeigen konnten.

Wachstumsfaktoren, die aus dem eigenen Blut des Patienten gewonnen werden, spielen eine viel versprechende Rolle. Sie können die Heilung des Weichgewebes im Mund beschleunigen. Erfolgversprechende Ergebnisse zeigt auch der Einsatz eines Medikaments, das vor allem bei Paradontitis die Regeneration der Knochen fördern soll und so den Zahnverlust verhindern könnte. Die spannende Frage, wie Stammzellen dazu gebracht werden können, sich zu Knochenzellen zu entwickeln und wann und wie dies in der Praxis eingesetzt werden kann, beantworteten Dr. Dr. Ralf Gutwald, Freiburg und Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden, Universitätskliniken für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Freiburg und Kiel. Erste Versuche durch direkte körpereigene Stammzelltransplantation die Knochenbildung zu initieren werden zurzeit in Freiburg durchgeführt. Terheyden stellte ein Protein vor, das in den USA bereits zur Behandlung von Wirbelfusionen zugelassen ist. Es ist in der Lage, Stammzellen zur Bildung in Knochenzellen anzuregen.



Kontakt:

Dr. Dr. Ralf Gutwald
Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Universitätsklinikum Freiburg
Hugstetter Str. 55
79106 Freiburg
Tel.: 0761 270 4914


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