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Bio-Disk der Uni unter den Top Ten Innovationen

Freiburger Projekt kommt bei der LabAutomation 2005 unter die ersten zehn

Freiburg, 21.01.2005

Aus insgesamt 400 eingereichten Beiträgen wurde das vom Land Baden-Württemberg geförderte „Bio-Disk“-Projekt von einem renommierten, wissenschaftlichen Komitee der „Association for Laboratory Automation (ALA)“ unter die Top Ten Innovationen der diesjährigen „LabAutomation“ gewählt. Der Projektleiter Dr. Jens Ducrée betrachtet diese Auszeichnung als Belohnung für das gesamte Projektteam und dessen mehrjährige interdisziplinäre Kooperation.

Ziel des Bio-Disk Teams ist die Entwicklung einer neuen Technologie für die patientennahe Diagnostik. Die Bio-Disk-Technologie gleicht dabei auf den ersten Blick dem bekannten Compact-Disc (CD) – Konzept: In einem Abspielgerät, einem so genannten „Player“, wird eine Disk eingelegt und von einem Drehmotor in Rotation versetzt. Allerdings spielt das Gerät keine Musik, sondern treibt aufgrund der Zentrifugalkraft kleine Flüssigkeitsmengen von innen nach außen. Diese durchlaufen dadurch biochemische Schritte. Ein kleiner Tropfen Blut aus der Fingerkuppe kann somit auf wichtige Blutwerte oder häufige Krankheitserreger getestet werden. Die Vorteile des Systems liegen in der voll automatisierten Prozessführung von der Probenaufnahme bis zum Endergebnis. Mit der Bio-Disk könnten in Zukunft aufwändige und kostspielige Bluttests, die heute in einem zentralen medizinischen Labor durchgeführt werden, direkt vom Hausarzt oder sogar von den Patienten selbst realisiert werden.

Das Bio-Disk Konsortium wird vom Land Baden-Württemberg gefördert und setzt sich aus Forschern der Universität Freiburg vom Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK), dem Zentrum für Angewandte Biowissenschaften (ZAB), dem Freiburger Materialforschungszentrum (FMF), dem Institut für molekulare Medizin und Zellforschung (IMMZ) sowie dem Institut für Mikrosystemtechnik der Hahn-Schickard-Gesellschaft (HSG-IMIT) und dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischem Institut (NMI) an der Universität Tübingen zusammen.

Die ALA-Verband organisiert jährlich die „LabAutomation“, eine Kombination aus Kongress und Ausstellung, die weltweit als die führende Veranstaltung auf dem Gebiet der Automatisierung von biologischen, chemischen und medizinischen Labors gilt. Die ALA LabAutomation 2005 findet Ende Januar im „Silicon Valley“ im kalifornischen San José statt.

Kontakt
IMTEK – Institut für Mikrosystemtechnik der Albert-Ludwigs-Universität
Projektkoordinator Dr. Jens Ducrée
Lehrstuhl Anwendungsentwicklung von Prof. Dr. Roland Zengerle
Georges-Köhler-Allee 106
D-79110 Freiburg

Tel: 0761 / 203-7476
Email: ducree@imtek.de

Weitere Informationen auch unter:
www.imtek.de/anwendungen
www.bio-disk.com
http://labautomation.org/index.php

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