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4,4 Millionen für die Wissenschaft

Universität Freiburg erfolgreich in der Einwerbung von EU Forschungsfördermitteln

Freiburg, 28.02.2005

Die Einnahmen durch EU-Forschungsfördermittel in Höhe von knapp einer Million Euro im Jahr 1993 sind im Jahr 2004 auf 4.457.861 Euro angestiegen. Das starke Engagement der Abteilung „Angelegenheiten der Europäischen Union“ der Albert-Ludwigs-Universität hat zu dieser Entwicklung beigetragen.

Universitäten können sich immer seltener auf die finanzielle Unterstützung durch Haushaltsmittel des Landes verlassen. Daher sind sie auf Fördermittel angewiesen.
Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg hat dies frühzeitig erkannt und die Abteilung „Angelegenheiten der Europäischen Union“ eingerichtet. Der Grundgedanke dieser Stabsstelle des Rektors basiert auf zwei Säulen. Zum einen koordiniert sie Bildungsprogramme der Europäischen Union, insbesondere das SOKRATES-Programm. Zum anderen bietet die Abteilung „Angelegenheiten der Europäischen Union“ Unterstützung und Hilfe bei der Bewerbung und Abwicklung von Fördermöglichkeiten für Forschungsprogramme. Es werden Forschungsvorhaben gefördert die der europäischen Wissenschaft dienen und deren Mitwirkende aus unterschiedlichen Mitgliedsstaaten der EU stammen. In Brüssel entscheidet eine Kommission von Experten über die eingereichten Projekte. An der Freiburger Universität betrifft dies Projekte aus allen Fakultäten. Besonders die medizinischen, biowissenschaftlichen und forstwissenschaftlichen Fachbereiche waren in den letzten Jahren erfolgreich.

Ein aktuelles Beispiel ist das Projekt “Forlive“, das sich mit der Waldbewirtschaftung von Kleinbauern in Amazonien zur Armutsbekämpfung und Stabilisierung des Ökosystems beschäftigt. In Amazonien werden viele tausend Hektar Regenwald in Viehweiden, Anbauflächen und Siedlungen umgewandelt, was negative Auswirkungen sowohl auf die Umwelt als auch auf die Bevölkerung hat. Viele Versuche diese Waldzerstörung aufzuhalten mißlingen, weil Informationen über eine nachhaltige Waldbewirtschaftung fehlen.

Das Waldbau-Institut der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg koordiniert das Forschungsprojekt, das zusammen mit Partnern aus Europa und Südamerika in Amazonien durchgeführt wird: Gemeinsam mit Kleinbauern sowie Vertretern von regionalen Regierungs- und Nicht-Regierungsorganisationen werden in Bolivien, Brasilien, Ecuador und Peru nach Waldbewirtschaftungsinitiativen gesucht. Diese werden analysiert, um Handlungsoptionen für Kleinbauern, Entwicklungshilfeorganisationen und Politiker zu erarbeiten.

Nachwuchswissenschaftler aus der Untersuchungsregion erhalten die Möglichkeit zur Promotion, was zur weiteren Einbindung der Universität Freiburg in internationale, wissenschaftliche Netzwerke beiträgt.

Das gesamte Projekt hat eine Laufzeit von 3 Jahren und ein Gesamtvolumen von 2,7 Millionen Euro. Dabei entfallen allein auf die Universität Freiburg 785.000 Euro.

Die hohen Einnahmen durch EU- Forschungsfördermittel sind ein Beweis für die wissenschaftliche Exzellenz der Albert-Ludwigs-Universität und die erfolgreiche Arbeit ihres EU-Büros.




Kontakt

Klaus-Dieter Düformantel
EU-Büro der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Fahnenbergplatz
79085 Freiburg
Telefon 0761/203-4225
Telefax 0761/203-8866
email: dueformantel@verwaltung.uni-freiburg.de


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