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„die jungen Alten - die alten Jungen“

Öffentliche Veranstaltung widmet sich neuen Wegen zur altersgerechten Krebstherapie

Freiburg, 26.04.2005

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

die optimale Versorgung von Krebspatienten ist eine große Herausforderung an die moderne Medizin. Sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie und Nachsorge von Krebserkrankungen werden stetig neue Konzepte entwickelt. Bewährte Methoden finden Eingang in Leitlinien und auf diese Weise eine breite Anwendung in der Medizin. Ebenso werden neue Verfahren in klinischen Studien wissenschaftlich evaluiert. Davon profitieren vor allem Menschen, die den Kinderschuhen entwachsen sind, und die noch nicht dem hohen Alter zugerechnet werden. Doch wie ist es um die Therapie von alten Krebspatienten bestellt?

Krebspatienten im hohen Alter werden oft „willkürlich“ behandelt, da wissenschaftlich basierte Erkenntnisse über die optimale Therapie dieser Bevölkerungsgruppe fehlen. Es werden noch zu wenig wissenschaftliche Studien zur Behandlung alter Krebspatienten durchgeführt. Aus diesem Dilemma heraus passt der Arzt den Einsatz und die Dosierung von Medikamenten oft willkürlich an, ohne dass Verhältnis von Dosis und Wirkung bei diesen Menschen zu kennen.

Kann es eine standardisierte Therapie für Krebspatienten im höheren und hohen Alter geben? Das numerische Alter kann allein nicht entscheidend für die Therapieempfehlung sein. Viel zu groß ist die Spannbreite des individuellen körperlichen und geistigen Gesundheitszustands, zu facettenreich Begleiterkrankungen, die sich bei älteren Menschen häufen. Auf der anderen Seite kann der alte Mensch in seinem Kampfesgeist und Widerstand gegen die Krebserkrankung einem jüngeren Menschen durchaus überlegen sein. Im Alter haben neben den gesundheitlichen auch psychosoziale Faktoren eine übergeordnete Bedeutung, die die Entscheidung für die individuelle Therapie ebenfalls entscheidend beeinflussen können.

Das Spektrum der verschiedenen Aspekte zur Krebstherapie von alten Menschen ist groß. Ethische, medizinische und wirtschaftliche Gesichtspunkte werfen Diskussionen auf unterschiedlichen Ebenen auf. Bei der öffentlichen Veranstaltung beleuchten die geladenen Referenten all diese Sichtweisen, die eine altersgerechte Krebstherapie beeinflussen können.
Die Zahl der alten Menschen steigt und die Aufmerksamkeit ihnen gegenüber nimmt zu. Die Altersforschung gewinnt an Gewicht und auch die Industrie entdeckt die ältere Generation. Neue Erkenntnisse werden in der Therapie älterer Patienten gewonnen. Die pharmazeutische Industrie beginnt, Medikamente speziell für ältere Patienten zu entwickeln.

Neuen Wegen zur altersgerechten Krebstherapie widmet sich die Veranstaltung des Tumorzentrums Freiburg und der Medizinischen Universitätsklinik, Abteilung Hämatologie und Onkologie:

„die jungen Alten - die alten Jungen“

am 28. April 2005 von 18.00 bis 19:30 Uhr
im Universitätszentrum Freiburg, KG1, Hörsaal 1010.

Ich würde mich freuen, Sie zu diesem Termin begrüßen zu dürfen und wäre für eine Ankündigung vorab in Ihrem Medium dankbar.

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen


Rudolf-Werner Dreier
Leiter Kommunikation und Presse

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