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Einsatz von Cochlear-Implantaten gibt 123 Tage altem Säugling Hörvermögen zurück

Weltweit vermutlich jüngste Cochlear-Implant-Empfängerin am Implant Centrum Freiburg operiert

Freiburg, 26.04.2005

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

in einer gut drei Stunden dauernden Operation wurde der kleinen Marlene Ehrler aus Teningen am Implant Centrum des Universitätsklinikums Freiburg (ICF) durch das Operationsteam um Dr. Antje Aschendorff, Oberärztin der HNO-Universitätsklinik, der verlorene Gehörsinn zurückgegeben. Mit 123 Lebenstagen zum Zeitpunkt der Operation ist der Säugling wahrscheinlich die weltweit jüngste Empfängerin der Hightech-Prothesen, die in beiden Innenohren eingesetzt wurden. Die Ärzte ließen keine Zeit verstreichen, denn nur durch schnelles Handeln konnten sie verhindern, dass das Kind dauerhaft gehörlos bleibt. Eine Gehirnhautentzündung (Meningitis) hatte bei dem gesund geborenen Baby in kürzester Zeit zur Taubheit geführt.

Ein Cochlear-Implantat kann die verloren gegangene Reizübertragung der Sinneszellen in der Gehörschnecke (Cochlea) ersetzen. Dafür werden Elektroden in die Cochlea eingesetzt. Die Implantation muss frühzeitig erfolgen, kurz nachdem die Meningitis abgeheilt ist, da es nach der Infektion innerhalb von kurzer Zeit zur Verknöcherung der Hörschnecke im Inneren des Ohres kommt und die Stimulationselektroden dann nicht mehr platziert werden können.

Beim Presse- und Fototermin mit der kleinen Patientin und ihren Eltern

am Donnerstag, den 28. April 2005, 12 Uhr
in der Bibliothek der Hals-, Nasen- und Ohrenklinik
Killianstraße 5 in Freiburg

werden Professor Dr. Dr. h.c. Roland Laszig und Dr. Antje Aschendorff zugegen sein.

Vor einem guten Jahr hatte das Ärzteteam des Implant Centrums Freiburg bei der damals fünf Monate alten Marie-Josephine die gleiche Operation erfolgreich durchgeführt. Die Untersuchungen zeigen, dass die Hightech-Hörhilfen optimal in den Hörschnecken der kleinen Marlene platziert wurden und ihre Funktion erfüllen. Alles spricht dafür, dass auch sie alle ihre Sinne wird nutzen können.


Ich würde mich freuen, Sie zu diesem Termin begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen


Rudolf-Werner Dreier
Leiter Kommunikation und Presse