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Rektor im Gespräch mit der Studierendenvertretung: Jäger setzt Dialog fort

Freiburg, 24.05.2005

In einem Gespräch, zu dem Rektor Prof. Wolfgang Jäger den AStA-Vorstand sowie weitere Studierende, die die Gruppe der Rektoratsbesetzer vertraten, eingeladen hatte, wurden die gemeinsamen und unterschiedlichen Auffassungen zum Thema „Studiengebühren“ deutlich.

Rektor Jäger warb bei diesem Gespräch für seine Position, Studiengebühren als Mittel der rückläufigen Hochschulfinanzierung zu akzeptieren. Die Qualität und Substanz der Hochschulen seien ohne Studiengebühren nicht zu halten, zumal politisch der Zug in Richtung dieser Gebühren bereits abgefahren sei, wie Jäger betonte. Von einem Rektor würden keine Utopien, sondern realpolitische Argumente zur Finanzierung einer Universität und ihrer Fächerbandbreite erwartet. Jäger lehnte es daher ab, zu einem ultimativen Forderungskatalog - wie beispielsweise zum Steuersystem der Bundesrepublik Deutschland oder zur Demokratisierung der Hochschulen - schriftlich Stellung zu nehmen.

Die Position des Rektors sei es vielmehr, für Rahmenbedingungen zu sorgen, die dazu beitragen, dass die staatlichen Zuschüsse des Landes Baden-Württemberg für die Hochschulen nicht weiter gekürzt werden (Fortsetzung des „Solidarpaktes“). Er bat die Studierenden um Verständnis für den Verantwortungsbereich eines Rektors und forderte sie auf, mit ihm dafür zu kämpfen, dass Studiengebühren sozialverträglich und nachlaufend (Rückzahlung einkommensabhängig nach dem Studium) gestaltet und den Universitäten und ihrer Lehre zugute kommen werden.

Die Studierenden erklärten, dass sie Studiengebühren weiterhin pauschal ablehnen würden. Der Wunsch nach verstärkter Diskussion und Mitgestaltung der Studierendenschaft bei der vom Rektor initiierten Diskussionsveranstaltung zur Neugestaltung der Grundordnung der Universität wurde von Jäger gerne akzeptiert. Der AStA soll nun in die Vorbereitung dieser Veranstaltung aktiv eingebunden werden.

Auch bei zusätzlichem Informationsbedarf der Studierenden im Senat sagte Jäger seine Unterstützung zu. Jäger verwies darauf, dass er während der ganzen Protesttage – genauso wie Prorektor Volz – zu jedem Gespräch bereit gewesen sei. An dieser dialogorientierten Politik werde er auch weiterhin festhalten.

Clemens Weingart als Studierendenvertreter hob abschließend nochmals die unterschiedlichen Positionen hervor, nannte das Gespräch aber einen „produktiven Anfang“. Er nahm das Gesprächsangebot von Jäger an und bekundete die Gesprächsbereitschaft der Studierendenvertretung.