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Urologie Informiert!

„Unerfüllter Kinderwunsch – wenn der Mann die Ursache ist ?“

Freiburg, 24.06.2005

Am Mittwoch, den 29.06.2005, widmet sich der aktuelle Vortrag der Veranstaltungsreihe „Urologie Informiert!“ dem Thema „Unerfüllter Kinderwunsch“. Der Vortrag richtet sich wie immer an alle interessierten Bürger ohne medizinische Vorkenntnisse. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr und findet im Raum Schönberg in der Nähe des Eingangs Urologie im Universitätsklinikum Freiburg statt.

Die Geburtenrate in Deutschland liegt im europäischen Vergleich im untersten Drittel. Seit langem wird diskutiert, ob ein genereller Rückgang der Spermiendichte bei Männern, verursacht durch verschiedene Umweltfaktoren, dafür verantwortlich ist. Diese These ist kaum zu beweisen, da die Umwelteinflüsse schwer erfassbar sind. Fakt ist, dass in Deutschland etwa 15 Prozent aller Paare ungewollt kinderlos bleiben, dies entspricht jährlich cirka 600.000 Paaren. Die Ursachen können unterschiedlich sein. Man geht heute davon aus, dass in cirka 50 Prozent der Fälle die Gründe allein bei der Frau, bei etwa 30 Prozent allein beim Mann und in den restlichen 20 Prozent bei beiden Partnern liegen.

Die männliche Unfruchtbarkeit heißt „Infertilität“. Eine Infertilität kann durch eine zu geringe Spermienanzahl, das völlige Fehlen von Spermien in der Samenflüssigkeit, eine eingeschränkte Spermienbeweglichkeit oder durch missgebildete Samenzellen bedingt sein. Die möglichen Gründe sind vielfältig und können trotz aller modernen Untersuchungstechniken nicht in allen Fällen gefunden werden. Die wichtigste Untersuchung bei unfruchtbaren Männern ist das Spermiogramm, die Untersuchung der Samenflüssigkeit. Hierbei wird die Menge, der pH-Wert sowie die Anzahl und Beweglichkeit der Spermien bestimmt.

In der Urologischen Abteilung am Universitätsklinikum Freiburg steht hierfür ein modernes computer-assistiertes Spermienanalysegerät zur Verfügung. Bei völligem Fehlen von Spermien in zwei Kontrollen ist unter Umstände eine beidseitige Gewebeentnahme aus den Hoden notwendig. Auf diesem Wege können dann Spermien oder Spermienvorstufen für eine künstliche Befruchtung gewonnen werden. Dies geschieht am Universitätsklinikum in enger Zusammenarbeit mit der reproduktionsmedizinischen Abteilung in der Universitäts-Frauenklinik, der Kinderwunsch-Sprechstunde.
Darüber hinaus wendet die Urologie zur Behandlung von Samenwegsverschlüssen nach Entzündungen und vor allem nach vorausgegangener Sterilisationsoperation modernste mikrochirurgische Verfahren an, die eine relativ hohe Erfolgsrate garantieren. Voraussetzung des Erfolgs ist eine qualifizierte Diagnostik und eine umfassende Beratung des ungewollt kinderlosen Paares.

Kontakt:
Prof. Dr. Ulrich Wetterauer
Ärztlicher Direktor der Abteilung Urologie
Tel.: 0761/270-2891
Fax: 0761/270-2878
E-Mail: wett@ch11.ukl.uni-freiburg.de

Dr. Christian Leiber
Oberarzt Abteilung Urologie
Tel.: 0761/270-2401
E-Mail: leiber@ch11.ukl.uni-freiburg.de