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Was macht aus einem gesunden ein schwaches Herz und was kann man dagegen tun?

Aktuelle Strategien zur Therapie der chronischen Herzinsuffizienz

Freiburg, 04.11.2005

Vortrag Medizinische Gesellschaft Freiburg am 08.11.2005

Die chronische Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) ist eine häufig tödlich verlaufende Erkrankung, die in Europa derzeit etwa sechs Millionen Menschen betrifft. Damit gehört diese Erkrankung zu den häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt. Mit einem Vortrag über die aktuellen Strategien zur Therapie der chronischen Herzinsuffizienz eröffnet Prof. Dr. Lutz Hein am 8. November 2005 die Vortragsreihe der Freiburger Medizinischen Gesellschaft zum Wintersemester 2005 / 2006.

Professor Hein, Abteilungsdirektor im Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, wurde vor einem Jahr aus Würzburg an die Universität Freiburg berufen. Seine Arbeitsgruppe erforscht die zellulären und molekularen Veränderungen, die aus einem gesunden, kräftigen Herz ein schwaches Herz machen.

Meist entsteht die Herzinsuffizienz infolge eines lange bestehenden Bluthochdrucks oder einer koronaren Herzerkrankung. Durch andauernde Überlastung oder Sauerstoffmangel gehen immer mehr Herzmuskelzellen zugrunde. Die verbleibenden Zellen versuchen den Verlust zu kompensieren, um die Herzleistung aufrecht zu erhalten. Die Kompensationsmechanismen helfen jedoch nur kurzfristig, langfristig beschleunigen sie die Herzmuskelschwäche.

Ein neues Therapiekonzept, eine kombinierte Arzneitherapie mit bis zu acht Medikamenten, soll die negativen Auswirkungen der Kompensationsmechanismen mindern und auf diese Weise die Lebensqualität der Patienten bessern und die Mortalität reduzieren. Die Suche nach neuen Arzneistoffen, die noch besser wirken und die Prognose der Patienten noch deutlicher verbessern, ist im vollen Gange. „Alle bisherigen Herzinsuffizienz-Medikamente sind in erster Linie Stoffe, die den Blutdruck senken. Wir brauchen aber in der Zukunft Arzneistoffe, die direkt an den Herzmuskelzellen angreifen und die Umbauvorgänge, die dort stattfinden, stoppen oder sogar umkehren können”, so Professor Hein. Seine Forschergruppe untersucht die Veränderungen bei der Herzinsuffizienz auf der molekularen Ebene. Aus einem besseren Verständnis dieser Vorgänge erhoffen sich die Wissenschaftler neue Ansatzpunkte für therapeutische Strategien gegen die Herzinsuffizienz.


„Aktuelle Strategien zur Therapie der chronischen Herzinsuffizienz“
am Dienstag, den 8. November 2005, 18 Uhr c.t.
Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene
Hermann-Herder-Straße 11, EG

Der Vortrag von Professor Hein im Rahmen der Vortragsreihe der Freiburger Medizinischen Gesellschaft ist öffentlich und wird mit zwei Fortbildungspunkten von der Landesärztekammer Baden-Württemberg auf das Fortbildungszertifikat anerkannt.


Die Freiburger Medizinische Gesellschaft geht auf die im Jahr 1865 gegründete medizinische Sektion der „Naturforschenden Gesellschaft“ zurück. Zum Zweck der „Förderung wissenschaftlicher Erkenntnis auf dem Gebiete der Medizin und der wissenschaftlichen Biologie“ trafen sich damals die Fakultätsmitglieder einmal im Monat und stellten dort ihre wissenschaftlichen und klinischen Ergebnisse vor. Vielfach wurden in diesem Forum neueste Forschungsergebnisse und Erkenntnisse erstmals präsentiert. Nach dem Krieg wurde die Medizinische Gesellschaft im Jahr 1947 von Franz Büchner neu gegründet. Ärzte, Medizinstudenten und Interessierte aus dem Heilberuf können eine Mitgliedschaft in der wissenschaftlichen Gesellschaft beantragen.




Kontakt:

Freiburger Medizinische Gesellschaft
Sekretariat: Manuela Haller
Tel. 0761 / 203-6766
eMail manuela.haller@uniklinik-freiburg.de

Prof. Dr. Lutz Hein
Direktor des Instituts für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie
Universität Freiburg
Tel. 0761 / 203-5300
eMail lutz.hein@pharmakol.uni-freiburg.de