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Vogelgrippe: Wird aus der Geflügelpest ein tödliches Supervirus?

Einer der führenden deutschen Virologen hält Vortrag in Freiburg

Freiburg, 08.02.2006

Der Erreger der Vogelgrippe, von dem Virologen lange glaubten, er befalle nur Vögel, hat bis heute 148 Menschen infiziert. Die Hälfte von ihnen starb. Verantwortlich für die Geflügelpest ist ein Virus namens H5H1. Wie gefährlich dieses Virus für den Menschen ist, darüber diskutieren Wissenschaftler weltweit. Noch, so glauben die Wissenschaftler, wird das Virus nur von Tieren übertragen und nicht von Mensch zu Mensch. Weil aber die Gefahr besteht, dass das H5H1-Virus zu einem für den Menschen gefährlichen Grippevirus mutieren könnte, wird mit Hochdruck an der Erforschung und möglichen Bekämpfung des Virus gearbeitet. Denn spätestens mit dem Beginn der Vogelwanderungen im kommenden Frühjahr besteht erneut die Gefahr, dass auch in Deutschland die Geflügelpest um sich greift und Menschen mit dem Virus in Kontakt kommen.

Professor Dr. Hans-Dieter Klenk vom Institut für Virologie der Universität Marburg gilt als einer der führenden Wissenschaftler im Bereich Virologie und beschäftigt sich intensiv mit Struktur und Funktionsweise von Viren. Als ehemaliger Präsident der Gesellschaft für Virologie ist Professor Klenk aktiv im wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs rund um das Thema Vogelgrippe.

Im Rahmen des Kolloquiums des Sonderforschungsbereichs 620 (SFB) der Universität Freiburg wird Professor Klenk

am Montag, den 13.02.2006, um 17.15 Uhr
im Hörsaal der Medizinischen Mikrobiologie und Hygiene,
Haus C EG,
Hermann-Herder-Str. 11, Freiburg

in seinem Vortrag „Influenzaviren bei Vögeln und Säugern - Speziesbarrieren und Wirtsadaption“ ausführlich über Funktionsweisen und Struktur von Grippeviren referieren. Im Anschluss wird Professor Klenk im Rahmen eines Informations-Forums gemeinsam mit Professor Dr. Otto Haller, Leiter der Virologie am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene des Universitätsklinikums Freiburg und Vizepräsident der Europäischen Gesellschaft für Klinische Virologie, Fragen aus dem Plenum beantworten.



Der Sonderforschungsbereich 620 (SFB 620) gilt als richtungweisendes Netzwerk wissenschaftlicher Excellenz in Forschung und Lehre und stellt innerhalb der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg einen zentralen Bestandteil des Forschungsschwerpunktes „Immunologie und Infektiologie“ dar. Er erforscht seit 2002 als erster SFB in Deutschland die Thematik „Immundefizienz“ und bedient sich dabei eines stark interdisziplinären und fachbereichsübergreifenden Ansatzes. Er fördert durch seine Interdisziplinarität den Dialog und die Vernetzung von Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter und klinischer Forschung.

Kontakt:
Magnus M. Gees, M.A.
SFB 620 - Immundefizienz: Klinik und Tiermodelle
Personalhaus 2, Breisacher Str. 60
79106 Freiburg
Tel. 0761 – 270-1883
Fax 0761 – 270 1883
Mobil 0178 – 477 47 68
E-Mail. gees@medizin.ukl.uni-freiburg.de
www.sfb620.uni-freiburg.de


Veranstaltungshinweis Kolloquium SFB 620:


Montag, 13.02.2006
Hörsaal der Medizinischen Mikrobiologie und Hygiene, Haus C EG,
Hermann-Herder-Str. 11, Freiburg

17.15 Uhr, Wissenschaftlicher Vortrag:
Professor Dr. Hans-Dieter Klenk, Institut für Virologie, Universität Marburg:
“Influenzaviren bei Vögeln und Säugern - Speziesbarrieren und Wirtsadaption“

18.15 Uhr, Podiumsdiskussion:
Professor Dr. Hans-Dieter Klenk, Institut für Virologie, Universität Marburg, und Professor Dr. Otto Haller, Institut f. Med. Mikrobiologie und Hygiene, Universität Freiburg:
“Informations-Forum: Vogelgrippe – Neues Supervirus?“

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