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„Stadt der Wissenschaft“ 2007 geht an Mitbewerber Braunschweig

Jury des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft verlieh Auszeichnung heute in Dresden

Freiburg, 28.03.2006

Auch wenn es auf der Zielgeraden nicht für Freiburg reichte: Vernetzung zwischen Wissenschaft, Stadt und Wirtschaft wird weiterhin Schwerpunktthema sein

Freiburger Bewerbung war von OB Dieter Salomon, Rektor Prof. Wolfgang Jäger und Biotechnogie-Unternehmerin Eszter Tánczos in Dresden präsentiert worden


Nicht Freiburg, sondern Braunschweig wird „Stadt der Wissenschaft“ 2007. Heute sprach in Dresden die Jury des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft dem Freiburger Mitbewerber die begehrte Auszeichnung zu. Neben Braunschweig und Freiburg stand noch Aachen im Finale des hochrangigen Wettbewerbs; ursprünglich hatten sich zehn Städte um die Auszeichnung als „Stadt der Wissenschaft“ beworben.

Vor der Jury in Dresden („Stadt der Wissenschaft“ 2006) hatten Oberbürgermeister Dieter Salomon, der Rekor der Universität, Prof. Wolfgang Jäger, und die Biotechnologie-Unternehmerin Eszter Tánczos die Freiburger Bewerbung vertreten.

In Dresden gratulierte OB Dieter Salomon seinem Braunschweiger Amtskollegen Gert Hoffmann zur Auszeichnung als ‚Stadt der Wisenschaft’. „Braunschweig war ein fairer Mitbewerber mit einer starken und aussagekräftigen Bewerbung. Für die Stadt und die Bürgerschaft ist das ein großer Erfolg!“ sagte Dieter Salomon.

Auch wenn es auf der Zielgeraden nicht zum ersten Platz für Freiburg gereicht hat, werten die Stadt und die Universität die ausgezeichnete Platzierung und den ersten drei als einen Ansporn, das Profil als Wissenschaftsstandort weiter zu entwickeln. Die Bewertung der Jury zeige, dass Freiburg mit auf einem richtigen Weg ist. „Wir werden mit unseren Projekten, Veranstaltungen und Aktionen das Thema Wissenschaft zum Schwerpunkt machen, um die Bedeutung für die Wirtschaft, das kulturelle Leben und die Stadtentwicklung deutlich machen!“ kündigte Oberbürgermeister Dieter Salomon nach der Jury-Entscheidung an. Ausdrücklich dankte Salomon allen, die über mehr als ein Jahr an der Freiburger Bewerbung mitgewirkt und zahlreiche Ideen dazu beigesteuert haben. Als Projektleiter hatte Bernd Dallmann, der Geschäftsführer der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messen (FWTM) das aufwändige Verfahren mit mehreren Arbeitsgruppen und insgesamt rund 100 Fachleuten koordiniert und gesteuert.

Rektor Prof. Wolfgang Jäger wertet das Votum der Jury als eine Anerkennung der in den letzten zwanzig Jahren erreichten Vernetzungen und Kooperationen zwischen der Stadt, der Universität und übrigen Hochschulen, den Forschungsinstituten sowie der Wirtschaft. Diese Entwicklung sei richtig und zukunftsträchtig. Im Jahr 2007 feiert die Universität ihr 550jähriges Gründungsjubiläum. Auch wenn es nicht gelungen ist, „Stadt der Wissenschaft“ zu werden, sind die Universität und die Stadt entschlossen, das Uni-Jubiläum zu einem Fest für die ganze Stadt werden zu lassen.

Auch FWTM-Geschäftsführer Bernd Dallmann sieht die Wissenschaft als einen entscheidenden Standortfaktor zur Wirtschafts- und Strukturentwicklung der Stadt und der ganzen Region. Über fünfzig erfolgreiche Unternehmensgründungen allein aus der Universität haben 450 neue und zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen. Die Anwendung von wissenschaftlicher Forschung in der Praxis werde auch weiterhin ein Schwerpunkt der Freiburger Wirtschaftsförderung sein. im Programm „Stadt der Wissenschaft“ 2007 sein.

Am 9. Januar 2006 hatte die Jury des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft Freiburg gemeinsam mit Aachen und Braunschweig unter den ersten drei von insgesamt zehn Bewerberstädten platziert, die am gestrigen Montag in Dresden in getrennten Präsentationen ihre Bewerbungen vorgestellt und erläutert haben. In einer öffentlichen Veranstaltung des Stifterverbands heute in der „Gläsernen Automobil-Manufaktur“ der Volkswagen AG wurde die Gewinnerstadt bekannt gegeben.

Für das Finale war eine eigenständige Präsentation vorbereitet worden, mit der Freiburg sich als eine Wissenschaftsstadt positionierte, die auf der Basis einer 550 Jahre alten Hochschultradition den Strukturwandel in das 21. Jahrhundert erfolgreich vollzieht und daraus Potentiale für die gesamte Stadtentwicklung erschließt. Begleitet wurde die Präsentation mit einem kurzen Video, das von Studierenden der Universität mit Statements zahlreicher Persönlichkeiten produziert worden war: Vom Präsidenten des elsässischen Regionalrats, Adrien Zeller, bis zur Marktfrau vom Münsterplatz unterstützten sie die Freiburger Bewerbung.

Ende Oktober 2005 hatte die Stadt die Bewerbungsschrift „Wissenschaft leben – Wege zur Nachhaltigkeit“ vorgelegt, die von rund einhundert Fachleuten aus Stadt, Universität und Hochschulen, Instituten, Kultur, Schulen, Verbänden und anderen Institutionen erarbeitet worden ist. Sie listet eine Fülle von Projekten auf, mit denen Freiburg als „Stadt der Wissenschaft“ die Entwicklungspotentiale der Wissenschaft für die Stadtentwicklung nutzen und eine noch stärkere Vernetzung zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen, Kultur, Wirtschaft und Stadt schaffen will.

Bereits mit der Bewerbung und der Nominierung für die Endrunde sei ein unumkehrbarer Prozess in Gang mit konkrete Projekten in Gang gesetzt, von denen Stadt und Wissenschaft nachhaltig profitieren, stellen OB Salomon, Prof. Jäger und FWTM-Geschäftsführer Bernd Dallmann fest. Auch wenn die Jury zugunsten eines Mitbewerbers entschieden hat, werden viele der für den Wettbewerb erarbeiteten Vorhaben trotzdem realisiert.

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