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Ein bisschen Hoffnung nach langem Leiden:

LIONS Club ermöglicht Hornhaut-Transplantation für schwer Säure-verletzte Patientin aus Ecuador

Freiburg, 30.05.2006

Das Schicksal hat es nicht gut gemeint mit der jungen Frau aus Ecuador: Die allein stehende Mutter einer Tochter erlitt im Mai 1999 in ihrer Heimat eine schwere Verätzung des Gesichtes, der Arme und des Oberkörpers mit Schwefelsäure. Beide Augen sowie die Augenlider waren von der Verätzung stark betroffen. Die Frau wurde zunächst in ihrer Heimat versorgt und einige Wochen später schließlich nach Basel gebracht, wo etliche rekonstruierende, plastische Operationen vorgenommen wurden.

Die Patientin ist auf beiden Augen nahezu blind. Trotz der massiven Einschränkungen, mit denen die junge Frau seit dem Unglück fertig werden muss, sorgt sie selbständig für ihre Tochter. Nur eine Transplantation mit einem zu ihrem Gewebe passenden Hornhauttransplantat kann ihr die Möglichkeit eröffnen, wieder etwas zu sehen und ihr damit helfen, ihren schweren Alltag zu meistern. Da jedoch weder die Krankenversicherung noch die Unfallversicherung der Patientin bereit sind, die Kosten für die Operation in Deutschland zu übernehmen, ist die junge Frau nicht nur auf passende Transplantate und gute Operateure, sondern auch auf finanzielle Hilfe angewiesen.

Der Weg war lang, mühsam und schmerzvoll, doch nun keimt endlich wieder Hoffnung auf. Die erste Hürde ist genommen: Die Finanzierung scheint gesichert. Hier springen der LIONS District 111 SW (Baden) sowie die LIONS Clubs Freiburg und Basel gemeinsam ein. Die überregionale Zusammenarbeit der LIONS Clubs aus Baden und Basel in diesem Fall ist bisher einzigartig.

Die bevorstehende Operation ist extrem anspruchsvoll. Bei einem

Pressetermin mit der Patientin

am Mittwoch, den 31. Mai 2006, um 14 Uhr
im Seminarraum der Augenklinik / HNO-Klinik,
Killianstraße in Freiburg

wird Prof. Dr. Thomas Reinhard, der Ärztliche Direktor der Universitäts-Augenklinik, gemeinsam mit dem Leiter der LIONS Hornhautbank, Dr. Philip Maier das geplante Vorgehen im Detail demonstrieren.

In der Schweiz konnte der Patientin das Augenlicht nicht wiedergegeben werden, da dort Hornhauttransplantate nicht nach ihren Gewebemerkmalen typisiert werden, so wie es bei Organen, die transplantiert werden sollen, üblich ist. Eine Gewebe-Typisierung ist jedoch die Voraussetzung dafür, dass der Empfänger das Transplantat gut annimmt. Auch in Deutschland gibt es nur zwei Hornhautbanken, die eine Typisierung ihrer Hornhaut-Transplantate durchführen, nämlich in Düsseldorf und an der LIONS Hornhautbank der Universitäts-Augenklinik Freiburg.

Die LIONS Clubs sehen es als eine Uraufgabe an, sich für den Erhalt des Sehvermögens sehbehinderter Patienten einzusetzen. Hierfür sind stets große finanzielle Aufwendungen notwendig, wie zum Beispiel der Ausbau der LIONS Hornhautbank, den der LIONS District 111 SW (Baden) bislang mit mehr als 100.000 EURO unterstützt hat.

Beim Pressetermin werden Udo Deimling, Past District Govenor des LIONS District 111 SW und Mitglied des LIONS Clubs Freiburg, sowie Axel C. Scherrer, Activity-Beauftragter des LIONS Clubs Basel, zu ihrem gemeinsamen Engagement für die verletzte junge Frau, auch über die Grenze hinweg, berichten.



Kontakt:

Dr. Philip Maier
Leiter der LIONS Hornhautbank der Regio
Tel. 0761 / 270-4001, Fax: 0761 / 270-4131
eMail maierphi@aug.ukl.uni-freiburg.de


Diese und ähnliche Aktionen können durch Spenden an das LIONS Hilfswerk District Süd-West e.V. (Dresdner Bank Karlsruhe, Konto 0611899900, BLZ 66080052, Stichwort Augenlicht) unterstützt werden.

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