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Unabhängige Gutachterkommission soll Doping-vorwürfe gegen Ärzte der Freiburger Sportmedizin vollständig aufklären

Freiburg, 16.05.2007

Das Universitätsklinikum Freiburg hat heute bei einer Pressekonferenz die Mitglieder einer unabhängigen Untersuchungskommission vorgestellt, die die in einem Artikel des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ erhobenen Dopingvorwürfe eines ehemaligen belgischen Masseurs des Team Telekom gegen zwei Ärzte der Freiburger Sportmedizin untersuchen und klären soll. Um eine möglichst zeitnahe Aufklärung der Anschuldigungen zu ermöglichen, ist die Zahl der unabhängigen Kommissionsmitglieder  verschiedener Disziplinen auf drei begrenzt, kann aber durch Mitglieder mit beratender Stimme erweitert werden.

Den Vorsitz der Expertenkommission hat Dr. Hans Joachim Schäfer, von 1980 bis 2001 Präsident des Sozialgerichts Reutlingen und während dieser Zeit Vorsitzender der Kammer für Kassenarztrecht mit Zuständigkeit für Disziplinarverfahren, Entziehung der Kassenzulassung und Arzneimittel-recht. Neben dem Juristen gehören der Kommission Prof. Dr. Wilhelm Schänzer, Sportwissenschaftler und Leiter des Instituts für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule Köln und Mitglied der Arbeitsgruppe Medizin & Analytik der Nationalen Antidoping Agentur in Bonn sowie Prof. Dr. Ulrich Schwabe, emeritierter Leiter des Pharmakologischen Instituts der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, an.

„Der Kommission steht es zu, weitere Personen, die bezüglich der vorliegenden Fragestellung besondere Sachkunde oder Erfahrung mit einschlägigen Verfahren haben, als Mitglieder mit beratender Stimme hinzuzuziehen“, so Prof. Dr. Matthias Brandis, der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Freiburg. Personen mit entsprechendem Sachverstand könnten beispielsweise Prof. Dr. Bengt Saltin vom Copenhagen Muscle Research Center, Prof. Dr. Urs Meyer vom Biozentrum der Universität Basel oder Prof. Dr. Peter Hemmersbach, Wissenschaftlicher Direktor des Hormone Laboratory am Universitätsklinikum Oslo, sein.

Der Vorstand des Universitätsklinikum Freiburg hat die eingesetzte Kommission in Absprache mit dem Rektor der Universität, Prof. Dr. Wolfgang Jäger, und dem Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. Christoph Peters, beauftragt, die Fakten im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen die Sportmediziner zu ermitteln und für deren Auswirkungen in der Patientenversorgung und in der Forschung eine Bewertung vorzunehmen.

Der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Freiburg, Prof. Dr. Matthias Brandis, distanzierte sich gleich zu Beginn der Pressekonferenz unmissverständlich von der Praxis des Dopings im Sport: „Gerade der Beruf des Arztes verbietet es, Machenschaften, die sich gegen die Gesundheit eines Menschen und die Fairness im Sport richten, zu unterstützen.“ Der Klinikchef stellte sich aber auch hinter die beiden Freiburger Sportmediziner: „Solange keine Belege für die Anschuldigungen vorliegen, gilt für die Klinikleitung die Unschuldsvermutung.“

Auch der Rektor der Albert-Ludwigs-Universität, Prof. Dr. Wolfgang Jäger, stand den Fragen der Journalisten zur Verfügung. Prof. Brandis und Prof. Jäger zeigten Schulterschluss: „Wir werden alles dafür tun, damit die Anschuldigungen möglichst rasch und vollständig aufgeklärt werden“, so Rektor Jäger. Prof. Brandis sagte zu, den Mitgliedern der Kommission Zugang zu allen existierenden Unterlagen und den Kontakt zu allen Personen zu ermöglichen, die zur Aufklärung beitragen können.

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