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Welche Vergangenheit – welche Zukunft?

30. Deutscher Orientalistentag

Freiburg, 03.09.2007

Rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zum 30. Deutschen Orientalistentag erwartet, der in diesem Jahr vom

24. bis 28. September 2007

unter der Federführung des Orientalischen Seminars der Universität Freiburg stattfindet. Der Kongress, der seit 1921 alle drei Jahre von der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft veranstaltet wird, ist das Aushängeschild der deutschen Forschung zum Nahen und Mittleren Osten. Seine Bedeutung reicht jedoch weit über den deutschen Sprachraum hinaus – die führenden internationalen Fachvertreterinnen und -vertreter der afrikanischen und asiatischen Kultur- und Sprachwissenschaften kommen beim Deutschen Orientalistentag zusammen.

Mit dem diesjährigen Programm beweisen die orientalischen Fächer einmal mehr, dass der Ruf von „Orchideenfächern“ keinesfalls gerechtfertigt ist. Aktuelle Fragen zu Politik und Zeitgeschichte stehen im Mittelpunkt. So werden in verschiedenen Vorträgen unter anderem der Stand des Nahost-Friedensprozesses, muslimischer Antisemitismus und islamischer Religionsunterricht in Deutschland genauso behandelt wie die Rolle des Internets in der islamischen Welt oder die Machtquelle Erdöl. Zudem findet ein interdisziplinärer Austausch über die Themen Feminismus, Postmoderne, Kulturtransfer und Dialog der Kulturen statt.

In den vergangenen Jahrzehnten entwickelte sich die Orientalistik von einer rein philologischen Wissenschaft hin zu sozial- und politikwissenschaftlich geleiteten Themenstellungen und Forschungsmethoden. Dem Organisator des diesjährigen Orientalistentages, Prof. Dr. Maurus Reinkowski, ist vor allem auch daran gelegen, die weniger bekannten Fächer der Orientalistik in den Blickpunkt der breiteren Öffentlichkeit zu stellen: „Vor allem der Islam und die Islamwissenschaften sind in den vergangenen Jahren in den öffentlichen Blickpunkt gerückt. Andere Fächer wie beispielsweise die Sinologie und die Indologie bleiben erstaunlicherweise weiter wenig beachtet – obwohl China, Indien und Südasien in der globalisierten Welt eine zunehmend wichtigere Rolle spielen.“

Die Abendveranstaltungen des Orientalistentages sind öffentlich:

Festvortrag – Patricia Crone: Islam and religious freedom. Montag, 24. September 2007, 18.30 – 19.45 Uhr, Aula (KG I)

Podiumsdiskussion: Das öffentliche Bild des Islam: Meinungsbildung und Meinungskampf - Montag, 24. September 2007, 20.00 - 21.45 Uhr, Audimax (KG II)

Literarisch-musikalischer Abend der Türkischen Bibliothek zum 100. Geburtstag von Sabahattin Ali - Montag, 24. September 2007, 20.00 - 21.45 Uhr, Großer Saal, Haus zur Lieben Hand

Podiumsdiskussion: Konflikte in Asien und Afrika: Was ist Politik? Was ist Religion? - Dienstag, 25. September 2007, 18.15 - 19.45 Uhr, Audimax (KG II)

Abendvortrag - Michael Witzel: Hindutum - gestern und heute - Mittwoch, 26. September 2007, 18.15 - 19.45 Uhr, Aula

Lecture / Abendvortrag - Abdullahi an-Na'im: Islam and the Secular State: Negotiating the future of Shar'ia - Mittwoch, 26. September 2007, 20.00 - 21.45 Uhr, Hörsaal 1010 (KG I)

Abendvortrag - M. Mojtahed Shabestari: Islam, Demokratie und Menschenrechte - Donnerstag, 27. September 2007, 18.15 - 19.45 Uhr, Aula (KG I)

Podiumsdiskussion: Islamwissenschaft: Woher - Wohin? - Donnerstag, 27. September 2007, 20.00 - 21.45 Uhr, Hörsaal 1010 (KG I)

Anmeldung und Programm unter www.dot2007.de

 

Kontakt:

Prof. Dr. Maurus Reinkowski

Tel.: 0761/203-3154

Fax: 0761/203-3152

E-Mail: info@dot2007.de

 

 

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