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In Nachbarschaft zum Namensgeber

Freiburger Graduiertenschule feiert in ihrem neuen Institutsgebäude das einjährige Bestehen

Freiburg, 09.11.2007

Eine der Bedingungen dafür, dass eine Universität zur Exzellenz-Universität wird, ist, dass sie mindestens eine Graduiertenschule unterhält. An solchen Schulen können sich Doktoranden mit Hilfe von Fördergeldern der Deutschen Forschungsgemeinschaft einem größeren Forschungszusammenhang widmen. An der Albert-Ludwigs-Universität konnte bereits zur ersten Runde der Exzellenzinitiative im Oktober 2006 eine Graduiertenschule eingerichtet werden, die Spemann Graduiertenschule für Biologie und Medizin (SGBM). In der zweiten Runde der Exzellenzinitiative war die Freiburger Universität mit einem Exzellenzcluster zur Erforschung von Signalwegen und mit ihrem Zukunftskonzept erfolgreich. Mit dem Zentrum für Biologische Signalstudien (bioss) erhält die Universität Freiburg ein neues, international ausgerichtetes Forschungsinstitut, das erstmalig die Methoden der synthetischen Biologie mit biologischen Signalstudien verbindet und die Ausbildung einer neuen Generation von Bioingenieuren ermöglicht. Zusammen mit der Graduiertenschule war damit die Vorraussetzung gegeben, in den Kreis der neun Exzellenzuniversitäten Deutschlands aufgenommen zu werden. Die beiden Einrichtungen werden von Synergien profitieren, die sich aus dem gemeinsamen Interesse ergeben.

Die Spemann Graduiertenschule für Biologie und Medizin feiert am

16. November 2007, 16 bis 20 Uhr im SGBM Gebäude, Albertstraße 19a und Weismann-Haus, Albertstr. 21

ihr einjähriges Bestehen. Die Feier findet statt in dem Institutsgebäude, in welches die SGBM kürzlich umgezogen ist. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung hält der international renommierte Influenza-Forscher Prof. Dr. Peter Palese von der Mount Sinai Medical School in New York einen Vortrag mit dem Thema „The Pathogenicity of Pandemic Influenza Viruses“. Palese erforscht anhand von Gewebeproben aus der Influenza-Epidemie 1918/19, wie sich der Influenza-Virus von Mensch zu Mensch überträgt. Aus seinen Forschungen erhofft sich Palese bessere Vorbeuge- und Heilungsmaßnahmen für den Influenza-Virus.

Inzwischen forschen bereits dreißig Promovierende an der SGBM. Die Graduiertenschule hat das Ziel ausgegeben, über die nächsten fünf Jahre 100 deutsche und ausländische Doktoranden zu gewinnen, die sich in Freiburg hauptsächlich ihrer Doktorarbeit widmen, aber auch so genannte Soft Skills wie wissenschaftliches Schreiben oder Präsentationstechniken erwerben sollen.

Das Haus der SGBM wurde für die Neueinrichtung der Graduiertenschule von Grund auf renoviert. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zu dem Ort, wo Namensgeber Hans Spemann in Gewebeproben von Molchen den Organisator entdeckte, der Lebewesen ihre Form gibt. Dafür bekam Spemann 1935 den Nobelpreis für Medizin.

Kontakt:

Dr. Lise Leclercq

Tel.: 0761/203-9636

Fax: 0761/203-9640

E-Mail: lise.leclercq@sgbm.uni-freiburg.de