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Das modernste was Lasertechnologie zu bieten hat: Femto-Sekundenlaser in der Universitäts-Augenklinik

Schonender Einsatz bei Hornhauttransplantation und Lasik verspricht besseren Heilungsverlauf

Freiburg, 22.01.2008

Der neue Laser, den die Universitäts-Augenklinik heute in Betrieb nimmt, ist das Nonplusultra dessen, was die Lasertechnologie heutzutage bietet. Das Hightech-Gerät wird sowohl bei der Hornhauttransplantation als auch in der Refraktiven Chirurgie, zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten, eingesetzt. Der Laser verspricht eine deutlich erhöhte Genauigkeit und damit einen besseren Heilungsverlauf für die Patienten.

Der neue Femto-Sekundenlaser  (AMO IntraLase) ist ein Infrarot-Laser, der bei einer Wellenlänge von 1053 Nanometern arbeitet. Der Laser sendet hochintensive Lichtimpulse mit einer Dauer aus, die im Femto-Sekunden-Bereich liegt (1 Femto-Sekunde = 0,000.000.000.000.001 Sekunde (10-15)).

Mit dem modernen Gerät lässt sich Gewebe extrem exakt und praktisch ohne Wärmeentwicklung schneiden. Der Femto-Sekundenlaser  hat im Vergleich zu allen anderen Lasern den phänomenalen Vorteil, dass die Energie seines Laserstrahls nicht zwangsläufig an der Oberfläche der Hornhaut, sondern an einer exakt vorher bestimmbaren Tiefe im Inneren der Hornhaut entladen werden kann.

Bisher wurden bei der Hornhauttransplantation die Hornhäute von Spender und Empfänger mit Hilfe eines „Messers“, eines so genannten Trepansystems, mit einem feststehenden Radius ausgestanzt. Mit dem Femto-Sekundenlaser , der in jeder Schicht, in jeder Richtung und in jeder beliebigen Ebene schneiden kann, ist es möglich, ein stufenförmiges Profil zu schneiden. Die exakt aufeinander passenden stufigen Ränder der einzupassenden Hornhaut und des empfangenden Gewebes, ermöglichen ein sehr viel besseres Einwachsen der fremden Hornhaut.

Die Augenklinik des Universitätsklinikums Freiburg ist eines der größten und wichtigsten Zentren für Hornhauttransplantation in Deutschland. Sie unterhält seit fast fünf Jahren eine vom LIONS-Club unterstützte Hornhautbank. Ein besonderes Merkmal dieser Hornhautbank ist, dass hier konsequent auf eine Gewebetypisierung von Spender und Empfänger geachtet wird, was bei vielen zugrunde liegenden Erkrankungen für den Erfolg der Transplantation unabdingbar ist.

Seit der Eröffnung der Hornhautbank wurden von mehr als 1.000 Spendern Hornhäute entnommen. Mit diesen Spenden konnte insgesamt 1.104 Patienten mit Erkrankungen der Hornhaut wieder zu einem besseren Sehvermögen verholfen werden.

Der neue Femto-Sekundenlaser  bedeutet laut Prof. Dr. Thomas Reinhard, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Augenklinik, eine Revolution für die Hornhautchirurgie. Das Gerät im Wert von 400.000 Euro konnte mit Hilfe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) der Universitäts-Augenklinik zur Verfügung gestellt werden. Die DFG fördert damit die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Hornhautchirurgie und speziell die Forschung für eine optimierte Hornhauttransplantation. Nur eine Handvoll Standorte in Deutschland kann derzeit einen solchen, für die Hornhauttransplantation programmierbaren Femto-Sekundenlaser  ihr Eigen nennen.

Der Femto-Sekundenlaser  bietet auch in der Lasik, der Laser-Behandlung von Fehlsichtigkeiten, eine deutlich höhere Genauigkeit. Wo bisher eine dünne Lamelle der Hornhaut mit Hilfe eines „Hornhauthobels“ (Mikrokeratom) gelöst wurde, um die Korrektur an dem darunter liegenden Gewebe vornehmen zu können, kann künftig mit dem neuen Laser deutlich exakter geschnitten werden.

Der Femto-Sekundenlaser  wird ab sofort bei der Hornhauttransplantation eingesetzt. Ab April dieses Jahres haben auch Lasik-Patienten ihren Nutzen von dem Hightech-Gerät.

 

Kontakt:

Augenklinik des Universitätsklinikums Freiburg

Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Thomas Reinhard

Sekretariat: Monika Arva

Killianstraße 5, 79106 Freiburg

Tel. 0761 / 270-4006

Fax 0761 / 270 -4063

Email Thomas.Reinhard@uniklinik-freiburg.de

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