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Natur oder Kultur? – Was uns zu Männern und Frauen macht

Symposium zu neuen Ansätzen in der Geschlechterforschung

Freiburg, 14.02.2008

Ein Symposium mit dem Titel „Plädoyer für eine Reintegration von Sozialisationstheorien in die aktuellen Gender Studies“ veranstaltet das Zentrum für Anthropologie und Gender Studies der Universität Freiburg (ZAG) am


Freitag, 22. Februar 2008, 17.00 Uhr c.t. bis 21.00 Uhr,

Carl-Schurz-Haus (Eisenbahnstr. 58-62, 79098 Freiburg).


Sozialisationstheorien erleben derzeit ein „Revival“ innerhalb der Gender Studies. Noch in der frühen Frauenforschung und im Zuge der Entwicklung der Männerforschung in den 1980er Jahren spielten sie eine zentrale Rolle als es darum ging, aufzuzeigen, dass man nicht als Mann oder Frau geboren, sondern mittels Sozialisation dazu „gemacht“ wird. Dann verschwanden sie für einige Jahre von der wissenschaftlichen Agenda, nachdem sie sich dem Vorwurf ausgesetzt sahen, die biologistische Festschreibung der traditionellen Geschlechterrollen durch eine sozialisationstheoretische lediglich zu ersetzen.

Seit kurzem werden sozialisationstheoretische Ansätze wieder verstärkt in die Gender Studies einbezogen, wenn es um die Frage geht, was den Menschen zu Mann oder Frau macht: Kultur oder Natur? Die Sozialisation als „Geschlechtswesen“ steht dabei im Mittelpunkt des Interesses.

Vortragende und Diskussionsteilnehmer/innen des Symposiums sind Carol Hagemann-White, Andrea Maihofer und Albert Scherr.

Prof. Dr. Carol Hagemann-White hat an der Universität Osnabrück den Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik/Frauenforschung inne. Sie studierte Mathematik und Geschichte in Harvard sowie Philosophie, Soziologie und Geschichte in Bonn und Berlin (FU). Nach ihrer Habilitation in Berlin lehrte sie zunächst in Berlin, Münster und an der University of Maryland (USA) bevor sie 1988 einen Ruf an die Universität Osnabrück annahm.

Prof. Dr. Andrea Maihofer leitet seit 2001 das Zentrum für Gender Studies an der Universität Basel. Sie studierte Philosophie und Germanistik in Mainz, Tübingen und Frankfurt a.M. und promovierte anschließend zum Thema „Das Recht bei Marx“. 1995 veröffentlichte sie „Geschlecht als Existenzweise. Macht, Moral, Recht und Geschlechterdifferenz.“

Prof. Dr. Albert Scherr lehrt und forscht seit 2002 am Institut für Sozialwissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Er studierte Soziologie und Pädagogik in Frankfurt und war einige Jahre als Sozialarbeiter tätig, bevor er eine Professur an der FH Darmstadt annahm. Neben sozialisationstheoretischen Themen forscht er auch zu den Themen Migration, Rassismus und Rechtsextremismus.

Kontakt:

Meike Penkwitt

Tel.: 0761/203-8846

E-Mail: frauenst@mail.uni-freiburg.de


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