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Während der Auslagerung gibt es die Universitätsbibliothek mit UB1 und UB2 im Doppelpack

Ab März beginnt der gestaffelte Umzug in die Ersatzgebäude

Freiburg, 21.02.2008

Die Universitätsbibliothek Freiburg wird wegen der notwendigen Sanierung des bisherigen Gebäudes am Platz der Universität vom März 2008 an mit ihrer Verwaltung und ihren Benutzungsbereichen umziehen. Nach dreißig intensiven Betriebsjahren ist eine Generalsanierung dringend notwendig. Gründe hierfür sind: Die gesamte Haustechnik ist überaltert und störanfällig. Ersatzteile sind nicht mehr zu beschaffen. Trotz eines enormen, aktuell nicht mehr vertretbaren Energieverbrauchs klagen Mitarbeiter und Nutzer über nachweislich raumklimatische Mängel. Der Verschleiß sämtlicher Oberflächen - außen im Sichtbeton, im Inneren der Böden, an Türen, Wänden und den sanitären Anlagen - ist nicht zu übersehen. Die im gesamten Gebäude verbauten Schadstoffe lassen notwendige technische Nachrüstungen der Medieninfrastruktur und räumliche organisatorische  Anpassungen während einer Nutzung nicht mehr zu. Die Universitätsbibliothek gehört zu den wichtigsten Serviceeinrichtungen für Studierende, Lehrende und Forschende der Universität und anderen Freiburger Hochschulen, aber auch für eine große Zahl von unabhängigen Nutzern.

Zur Auslagerung der Bibliotheksfunktionen stehen zwei Objekte zur Verfügung: Die Stadthalle mit rund 5 300 Quadratmetern Nutzfläche, die Gebäude Rempartstraße 10 – 16 mit insgesamt 2 700 Quadratmetern Fläche. Außerdem ist das Universitätsarchiv bereits in Räume in der Werthmannstraße 14 mit 340 Quadratmetern Nutzfläche eingezogen. Um zu gewährleisten, dass die Studierenden das Hauptgebäude möglichst lange nutzen können, werden zunächst die technischen Abteilungen und Verwaltungsbereiche sowie das New Media Center mit seinem Medienarchiv und seinem technischen Angebot sowie das Rechenzentrum in das Ausweichgebäude Rempartstraße 10-16, die neue UB 2, ausgelagert. Diese Umzüge müssen gestaffelt werden, um den laufenden Betrieb einerseits möglichst durchgehend zu garantieren und ihn zum anderen nicht durch einen Großumzug zu stören. Sämtliche Räume erhalten eine leistungsfähige, zukunftsgerechte und flexible EDV-Anbindung an das  Universitätsnetz.

Ende September 2008 während der vorlesungsfreien Zeit sowie nach Beendigung des Sommersemesters und der Staatsexamina findet der Umzug von Ausleihe, Lesesälen, Freihandmagazin und zugehörigen Abteilungen in die Stadthalle am Alten Messplatz, der neuen UB1, statt. Die Magazinbestände bleiben in den beiden Tiefgeschossen des bisherigen Gebäudes und werden von dort aus an die Benutzungs- und Ausleihstellen geliefert. Das Konzept sieht vor, dass der Lesesaal mit seinen 150 000 Bänden und über 600 Arbeitsplätzen sowie freie Gruppenarbeitsplätze, circa 250 Computerarbeitsplätze für die Internetnutzung wie die e-Zeitschriften- oder Datenbankrecherche, in der Stadthalle (UB1) 24 Stunden und auch an Wochenenden zur Verfügung stehen, in der Nacht allerdings ohne Beratungs- und Ausleihmöglichkeit.

Das umfangreiche Informationsangebot der Universitätsbibliothek wird ebenfalls in der UB1 organisiert. Auch das Kompetenz- und Medienzentrum wird hierher verlagert. Selbst die neueren Freihandbestände mit 300.000 Bänden und Zeitschriftenjahrgängen der letzten 20 Jahre sind in der UB1 zugänglich. Es besteht ferner die Möglichkeit, Bücher dorthin auszuleihen, so dass alle grundlegenden Arbeitsfunktionen in der UB1 ausgeführt werden können. In der UB2 können ab Ende September die Rara- und Sonderbestände im Sonderlesesaal benutzt werden. Außerdem sind hier Schulungsräume vorhanden. Die zentrale Leihstelle im Universitätszentrum wird im Rückgebäude eingerichtet. Hier findet auch die Aus- und Rückgabe der Fernleihe statt.

Um eine optimale Bibliotheksnutzung unter guten klimatischen Bedingungen zu gewährleisten und möglichst viel Raum für Bücherregale mit circa 450.000 Bänden und Leseplätze zu schaffen, sind diverse Umbaumaßnahmen im Bereich des Hochbaus und der Haustechnik in der Stadthalle erforderlich. Ein Deckendurchbruch mit einer neuen Treppe in der großen Halle ermöglicht einen direkten Zugang vom Lesesaal zum Freihandmagazin im Untergeschoss. In der Hallenmitte wird ein circa 400 Quadratmeter großes Stahlpodest eingebaut, welches Platz für 190 Leseplätze bietet und durch einen Steg eine direkte Verbindung zur Empore erhält. Auf der zu breiten Leseebenen umgebauten Empore entstehen ebenfalls Leseplätze. Das gesamte Gebäude wird mit wireless lan ausgestattet.

Nach dem jetzigen Kenntnisstand betragen die Kosten für die Auslagerung - Baumaßnahmen, Mieten, Umzug- und Ausstattungen - rund vier Millionen Euro, den größeren Anteil trägt die Universität. Direkt nach dem Auszug beginnen im Oktober 2008 die vorbereitenden Maßnahmen in der UB wie die Demontage des Innenausbaus, die Entsorgung der Schadstoffe und die Verlegung der zentralen Technik. Nach dem jetzigen Planungsstand wird mit einer Bauzeit von vier Jahren gerechnet, so dass die neue Universitätsbibliothek 2012 fertig gestellt sein wird. Die Baukosten für dieses Großprojekt liegen bei circa 43 Millionen Euro.



Kontakt:

Bärbel Schubel
Universitätsbibliothek Freiburg
Tel.: 0761/203-3901
E-Mail: baerbel.schubel@ub.uni-freiburg.de

Karl-Heinz-Bühler
Universitätsbauamt
Tel.:0761/203-1203101
E-Mail: Karl-Heinz.Buehler@vbv.bwl.de

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