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Verdacht auf einen Bombenblindgänger im Baubereich des Klinikums

Freiburg, 04.04.2008

Zur Absicherung der Baumaßnahmen zum Erweiterungsbau Nord des Klinikums wurden im Vorfeld der Grabungsarbeiten Bilder der alliierten Luftaufklärung aus dem 2. Weltkrieg ausgewertet. Diese ergaben einen konkreten Anhaltspunkt für eine nicht detonierte Fliegerbombe. Dabei handelt es sich zwar nur um einen Verdacht, diesem muss jedoch nachgegangen werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Innenministeriums Baden-Württemberg wird am Samstag, den 12. April 2008, an der entsprechenden Stelle nach dem vermuteten Objekt suchen. Sollte sich dort tatsächlich ein Blindgänger befinden, wird dieser vor Ort entschärft. Für Patienten sowie Mitarbeiter besteht derzeit keinerlei Gefährdung.

Die am 12. April durchzuführenden Grabungsarbeiten machen umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen notwendig, die durch einen speziell eingerichteten klinikumsinternen Katastrophenstab koordiniert werden.

Zum Grabungsbeginn müssen 14 Stationen mit etwa 200 Patienten, darunter zwei Intensiveinheiten, aus Sicherheitsgründen geräumt sein. Die dazu notwendigen Verlegungen von Patienten erfolgen am Abend des 11. April und in den Morgenstunden des 12. April. Auf den vorübergehenden Gast-Stationen werden die Patienten von ihrem gewohnten Personal versorgt.

Vor Beginn der Sondierungsarbeiten wird das Zentralareal des Klinikums gesperrt. Das bedeutet, dass keine Besucher oder Patienten am Samstag, den 12. April 2008, das Klinikumsgelände betreten können. Das Universitätsklinikum kann an diesem Tag keine Patienten aufnehmen. Die Klinik für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie die außerhalb des Zentralareals gelegenen Kliniken, die Kinderklinik, Hautklinik und die Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik, sind von dieser Regelung ausgenommen. Für die Besuche von Schwerstkranken werden im Bedarfsfall von den zuständigen Stationsleitungen Ausnahmegenehmigungen erteilt.

Schwangere, die die Universitäts-Frauenklinik aufsuchen müssen, werden von einem Mitarbeiter des Klinikums vom Zugang am Torbogen in der Hugstetter Straße zum Eingang der Frauenklinik begleitet.

Patienten aus dem Stadtgebiet, die aus medizinischen Gründen ein Krankenhaus aufsuchen müssen, sollten sich an diesem Tag an das St. Josefskrankenhaus, das Diakoniekrankenhaus oder das Lorettokrankenhaus wenden. Patienten aus dem ländlichen Raum wenden sich an die für sie zuständigen Krankenhäuser in der Region. Die Freiburger Notfallpraxis, für die ambulante Versorgung von Notfallpatienten am Wochenende, wird von den Räumen des Universitätsklinikums in die Räumlichkeiten eines niedergelassenen Internisten, in der Merianstraße 16, ausgelagert - von Samstag, den 12. April, ab 6.00 Uhr, bis Montag, den 14. April, um 6.00 Uhr. Die Rettungsleitstelle und umliegenden Krankenhäuser sind entsprechend informiert.

Zusätzlich werden in - abseitig zur Sondierungsstelle gelegenen - absolut sicheren Räumlichkeiten des Klinikums diagnostische und operative Notfallstrukturen eingerichtet, die die Versorgung der Bevölkerung in dringenden Fällen auf dem gewohnten Niveau sicherstellen.

Die Zuweisung von Notfallpatienten an die geeigneten Versorgungsstrukturen innerhalb und außerhalb des Klinikums, erfolgt wie üblich über die Rettungsleitstelle des DRK in Freiburg, die bei jeder Art von medizinischen Notfällen kontaktiert werden kann.

Sicherheit  Energieversorgung

Im Bereich des möglicherweise zu entschärfenden Blindgängers verlaufen eine Erdgas- sowie eine Wasserversorgungsleitung. Mitarbeiter der Badenova stehen am 12. April bereit, um im Bedarfsfall, nach Vorgabe des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, die gefährdeten Leitungen abzustellen. Diese Abschaltung hat jedoch keinen Einfluss auf die Betriebsfähigkeit des klinikeigenen Heizkraftwerks und die Trinkwasserversorgung. Auch Anwohner sind von der Unterbrechung nicht betroffen.  

 
Für Journalisten wird am Samstag, den 12. April 2008, ab 9 Uhr an der Ecke Elsässer Straße / Hartmannstraße eine mobile Pressestelle der Polizei eingerichtet, über die Ansprechpartner aller beteiligten Institutionen erreichbar sind.

 

Kontaktadressen der  Ausweichkliniken:

St. Josefskrankenhaus
Sautierstraße 1
79104 Freiburg
Tel.: 0761/2711-1

Evangelisches Diakoniekrankenhaus
Wirthstraße 11
79110 Freiburg
Tel.: 0761/1301-01

Lorettokrankenhaus
Mercystaße 6-14
79100 Freiburg
Tel.: 0761/ 084 - 0

Freiburger Notfallpraxis:
Vom 12.4.2008, 06:00 Uhr bis zum 14.4.2008, 06:00 Uhr
Praxis Dr. Stefan Sigrist
Merianstraße 16
79104 Freiburg          

Kontakt:


Dr. Edelbert Zipfel
Projektleitung Kampfmittelverdacht
Tel.: 0761/ 270- 2336 / 2401
E-Mail: edelbert.zipfel@uniklinik-freiburg.de
 
Ulrich Brecht
Pressestelle der Polizei
Tel.: 0761/ 882 4010
E-Mail: oe@pdfr.bwl.de