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Elektronische Kurve am Krankenbett

Klinikum entwickelt ein deutschlandweit einmaliges System zur Unterstützung der stationären Patientenversorgung

Freiburg, 13.05.2008

Während eines stationären Aufenthaltes erleiden fünf Prozent aller Patienten unerwünschte Arzneimittelwirkungen. Jede dritte Nebenwirkung kann dabei vermieden werden. In der Medizinischen Klinik IV, Nephrologie und Allgemeinmedizin, des Universitätsklinikums Freiburg wurde ein in Deutschland einmaliges  System zur Unterstützung der stationären Patientenversorgung entwickelt. Die elektronische Patientenkurve „Meona“ löst die bisher übliche papierbasierte Kurve ab und unterstützt die Ärzte vor allem bei der Arzneimittelversorgung. Medikamentenverordnungen werden anhand von patientenindividuellen Parametern überprüft und angepasst, Wechselwirkungen und Inkompatibilitäten wirksam erkannt und vermieden. Die neuartige Software ermöglicht die vollständige Dokumentation aller durchgeführten Therapien und den Einblick in der Vital- und Laborwerte durch mobile Geräte direkt am Patientenbett. „Wir sind von einer deutlichen Verbesserung der Patientenversorgungen überzeugt“, so Professor Dr. Gerd Walz, Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik IV.

Das System ist seit über zwei Monaten produktiv im Einsatz. Die Rückmeldungen von Ärzten und Pflegekräften sind sehr positiv. Dabei ist die elektronische Kurve nicht nur ein Dokumentationssystem, sonder auch die zentrale Medikationsplattform des Klinikums. Sie liefert für andere Systeme wie die der Ambulanzen und Intensivstationen relevante Medikamenteninformationen und integriert die verschiedenen Einrichtungen in den komplexen Medikationsprozess - von der Apotheke bis zum Abrechnungssystem. Andere Kliniken haben bereits Interesse gezeigt, das System auch auf ihren Stationen einzuführen.


Kontakt:
Dr. Tobias Schäfer

Tel.: 0761/270 -6318

E-Mail: tobias.schaefer@uniklinik-freiburg.de