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Vizerektor Schiewer: Positive Bilanz für die Universität

Jahresbericht vor dem Senat der Albert-Ludwigs-Universität

Freiburg, 24.09.2008

Im Rückblick auf das Jahr 2007 hob der Vizerektor und designierte Rektor der Universität, Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, hervor, wie viel Energie und Kreativität das Jubiläum trotz der starken Arbeitsbelastung für alle Beteiligten frei gesetzt habe. “Es hat das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Identifikation mit der Universität gestärkt und uns in die Lage versetzt, Projekte zu realisieren, die normalerweise auf Grund finanzieller Beschränkungen nicht hätten umgesetzt werden können“, sagte Schiewer. Projekte wie die Solar-Uni, der Universitätschor und insbesondere die Neue Universitätsstiftung hätten über das Jubiläumsjahr hinaus Bestand.

Zu Beginn seiner Ausführungen ging der designierte Rektor vor allem auf die Exzellenzinitiative ein als dem zentralen Ereignis des Jahres 2007. „Dank des engagierten Einsatzes aller Beteiligten, konnte das Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) innerhalb kürzester Zeit etabliert werden.“ Mit Unterstützung des Landes stünden FRIAS sowie dem Exzellenzcluster „bioss“ in Kürze hervorragende Räumlichkeiten zur Verfügung. Als weiteren Erfolg führte der Vizerektor die Internationale Graduiertenakademie mit ihren fünf Graduiertenschulen sowie das Science Support Center an. Es spiele nicht nur eine überaus wichtige Rolle bei der Unterstützung der Exzellenzinitiativ-Projekte, es fungiere zudem als professioneller Begleiter der Forscherinnen und Forscher bei der Entwicklung von zukunftsträchtigen Forschungsprojekten. Der Erfolg in der Exzelleninitiative biete der Universität eine einmalige Chance, ihre herausragende Position dauerhaft zu festigen.

Als eine Entwicklung von großer Bedeutung führte der designierte Rektor die Drittmitteleinnahmen der Universität an. „Freiburg gehört mit einem Gesamtbetrag von 51,8 Million Euro an eingeworbenen Drittmitteln und den Mitteln aus der Exzellenzinitiative zu den sechs drittmittelstärksten bundesdeutschen Universitäten.“ Die Verteilung der Studiengebühren und die Einbeziehung der Studierenden in die Entscheidungen bewertete Professor Schiewer als einen konstruktiven Prozess, bei dem es erfreulich viel Konsens gäbe. Den Rückgang der Zahl der immatrikulierten Studierenden erklärte Professor Schiewer in erster Linie mit der weiteren Aufhebung von Diplom- und Magisterstudiengängen, dem schlechten Annahmeverhalten bei Studienanfängern in den neu eingeführten Bachelor-Studiengängen und einem Erstarken der Fachhochschulen und Berufsakademien.
Für die Lehre ist die Einrichtung einer Stabsstelle „Exzellenz in der Lehre“ ein entscheidender Schritt.
Im Zusammenhang mit den neuen Studiengängen müsse die Universität neue Lehrmethoden definieren und als Modell ausarbeiten.

Angesichts der natürlichen Fluktuation in den nächsten fünf Jahren, durch die circa 71 frei werdende Professuren zu erwarten seien, betonte er als vordringliche Aufgabe die Etablierung einer vorausschauenden und proaktiven Berufungspolitik. „Eine aktive Vorgehensweise soll uns zudem in die Lage versetzen, hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen für Freiburg zu gewinnen.“ Als einen weiteren wesentlichen Teil des noch unter Rektor Voßkuhle beschlossenen 16-Punkte-Programms führte der designierte Rektor das neue Gleichstellungskonzept des Rektorats an. „Verschiedene Maßnahmen konnten bereits umgesetzt werden“, sagte Schiewer. So wurde unter anderem der Familienservice im Gleichstellungsbüro ausgebaut, eine strategisch arbeitende Stabsstelle Gender und Diversity etabliert und eine Dual-Career-Servicestelle eingerichtet. Die Universität Freiburg setzte sich im Wettbewerb um die besten Gleichstellungskonzepte durch und hat nun die Chance, Fördermittel für bis zu drei Professuren einzuwerben. Auch bei der Etablierung eines zentralen Qualitätsmanagements seien Fortschritte erzielt worden. Die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Klinikum zeige sich unter anderem mit der im Mai 2008 beschlossenen Gründung einer Gesellschaft zum Betrieb eines der größten Herzzentren in Deutschland, gemeinsam mit dem Herzzentrum Bad Krozingen.

Eine positive Bilanz zog der Vizerektor zum Thema Sanierung und Bau von Universitätsgebäuden. Allein die Exzellenzinitiative habe einen Zuwachs von rund 6000 Quadratmetern Gebäudefläche zu verzeichnen. Als größte und wichtige Maßnahme stufte er die Sanierung der Universitätsbibliothek ein. Mit dem Zentrum für Biosystemanalyse (ZBSA) in der Schänzlestraße sowie sowie dem Abschluss des 2. und 3. Bauabschnitts des Zentrums für Biochemie und Molekulare Zellforschung könne die Universität einen weiteren Erfolg verbuchen. Im Rahmen des Impulsprogramms Baden-Württemberg werde ein neues Laborgebäude für den „bioss“-Exzellenzcluster bis 2010 fertig gestellt. Als eine wichtige zukünftige Aufgabe definierte der Vizerektor ein umfassendes Gebäudemanagementsystem und angesichts steigender Energiekosten ein Konzept für die energetische Sanierung.

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