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Geschlechterklischees im Sport in der Diskussion

Veranstaltungsreihe zur Geschlechtersituation im Sport startet im Wintersemester 2008/09

Freiburg, 07.10.2008

Sport und Geschlechtergerechtigkeit? Dazwischen liegen Lichtjahre: Beim Beachvolleyball müssen Frauen Trikot-Höschen von maximal fünf Zentimeter Breite an den Seiten tragen, während sich Männer in Bermudashorts in den Sand werfen. Skispringen für Frauen ist noch immer keine olympische Disziplin, dafür sind in der olympischen Gymnastik keine Männer zu finden.

Die Begründung dafür ist mindestens zwei Jahrhunderte alt und stammt aus der Mottenkiste, der im 19. Jahrhundert populär gewordenen weiblichen Sonderanthropologie: Frauen und Männer seien anatomisch und wesensmäßig grundlegend verschieden. Deshalb lägen Frauen ästhetisches Synchronschwimmen und beschaulicher Tanz näher als aggressives Boxen und kämpferischer Fußball. Dabei sind heute die deutschen Frauen im Gegensatz zu den Männern Fußballweltmeisterinnen, Tennisspielerinnen haben sogar im ehrwürdigen Wimbledon beim Preisgeld gleichgezogen. Solche Phänomene aber auch Veränderungen sind beim Geschlechtersport zu beobachten und darum geht es bei dieser Veranstaltungsreihe in Vorträgen, Diskussionen, Workshops, Lesungen, Filmen und Filmeinführungen, einem Seminar und einem Stadtrundgang.

Die Reihe beginnt mit dem Vortrag „Frauen- und Geschlechterforschung im Sport – Forschungsfelder, Entwicklungen und Perspektiven“ von Prof. Dr. Petra Gieß-Stüber, Institut für Sport und Sportwissenschaften der Universität Freiburg, am

Donnerstag, den 23. Oktober, um 20.00 Uhr c.t.,
im Kollegiengebäude III, HS 3042,
Platz der Universität, Freiburg.

Das Zentrum für Anthropologie und Gender Studies der Universität Freiburg (ZAG), das Carl-Schurz-Haus (Deutsch-Amerikanisches-Institut), die Gleichstellungsbeauftragte der Pädagogischen Hochschule Freiburg, das Büro der Gleichstellungsbeauftragten der Universität Freiburg, das Institut für Soziologie der Universität Freiburg, das Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Freiburg, das Kommunale Kino Freiburg, das Literaturbüro Freiburg, die Gruppe Frischfleisch des Theater Freiburg, die Buchhandlung jos fritz und der Verein Frauenstadtrundgang Basel sind an dieser Veranstaltungsreihe beteiligt.

Programm

Kontakt:
Meike Penkwitt
Abteilung Gender Studies am Zentrum für Anthropologie und Gender Studies (ZAG)
Universität Freiburg
Belfortstr. 20
79089 Freiburg
Tel.: 0761/203-8846 (montags und mittwochs)
Fax: 0761/203-8876
E-Mail: frauenst@uni-freiburg.de

www.zag.uni-freiburg.de

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