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„’Was damals Recht war…’ - Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“

Feierliche Eröffnung der Ausstellung am 5. November 2008

Freiburg, 29.10.2008

In Freiburg befand sich eines der acht zentralen Wehrmachtgefängnisse im Deutschen Reich. 43 kriegsgerichtlich verurteilte Soldaten wurden hier nach Angaben des späteren badischen Generalstaatsanwalts Karl Siegfried Bader hingerichtet. Bader, der im Widerstand gegen den Nationalsozialismus tätig war, leistete im Gefängnis an der Sautierstraße seinen Kriegsdienst ab und verteidigte gleichzeitig angeklagte Militärgefangene. Seine Geschichte wird in der Ausstellung „’Was damals Recht war…’ - Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“ behandelt.

Die Wanderausstellung gastiert vom 6. November bis 18. Dezember 2008 in der Eingangshalle des Kollegiengebäudes I an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und ist montags bis freitags von 7.00 bis 22.00 Uhr und samstags von 7.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Sie zeigt, wie Unrecht und Willkür den Militärjustiz-Alltag kennzeichneten und tausende Männer und Frauen, nicht nur Soldaten sondern auch Zivilisten, der Unrechtsjustiz zum Opfer fielen.

Zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung am

5. November 2008, um 17.00 Uhr,
Aula, Kollegiengebäude I, Platz der Universität,


ist die Presse herzlich eingeladen. Anmeldungen bitte an felizitas.borzym@stiftung-denkmal.de.

Der Titel der Wanderausstellung nimmt Bezug auf einen Ausspruch des wohl bekanntesten Wehrmachtrichters, den aus Freiburg stammenden Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Dr. Hans Karl Filbinger. Wie viele andere Richter auch hatte Filbinger während des Zweiten Weltkrieges als Marinejurist an Todesurteilen gegen Wehrmachtssoldaten mitgewirkt. Der Umgang mit der Geschichte der deutschen Militärjustiz im Zweiten Weltkrieg hatte damit erstmals seit Kriegsende bundesweite Aufmerksamkeit erhalten. „Was damals rechtens war“, wurde Filbinger vom Magazin „Der Spiegel“ zitiert, „kann heute nicht Unrecht sein“. Die Rolle Filbingers während und nach dem Zweiten Weltkrieg wird in der Ausstellung und im Begleitprogramm behandelt.

Das Begleitprogramm beginnt mit dem Zeitzeugengespräch mit Ludwig Baumann zum Thema „Desertion unterm Hakenkreuz – Bericht eines Wehrmachtsdeserteurs über seine Verfolgung, seinen Kampf um Rehabilitierung und die Aktualität des Themas heute“ am 6. November 2008, um 20.15 Uhr, im Hörsaal 1199, Kollegiengebäude I, Platz der Universität, Freiburg.

Infos zur Ausstellung und zum Begleitprogramm unter:
www.stiftung-denkmal.de/projekte/ausstellungen/wasdamalsrechtwar



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