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Freiburger Wissenschaftler wird mit dem höchstdotierten deutschen Förderpreis ausgezeichnet:

Prof. Dr. Wolfram Burgard erhält Leibniz-Preis

Freiburg, 04.12.2008

Freiburger Wissenschaftler wird mit dem höchstdotierten deutschen Förderpreis ausgezeichnet:

Prorektor Prof. Dr. Schanz, Giesbert Burgard, Prof. Dr. Wolfram Burgard, Sophia Burgard sowie der Dekan der Technischen Fakultät, Prof. Dr. Zappe

 

Prof. Dr. Wolfram Burgard vom Institut für Informatik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg erhält den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2009. Burgard forscht höchst erfolgreich an der Schnittstelle zwischen Künstlicher Intelligenz und Robotik. Sein Hauptinteresse gilt Robotiksystemen, die sich autonom bewegen können und lernfähig sind. Auf diesem Gebiet hat er in den vergangenen zehn Jahren grundlegende Beiträge erbracht, die letztlich einen Paradigmenwechsel in der gesamten Robotik ausgelöst haben. Die Auszeichnung ist mit 2.5 Millionen Euro dotiert und wird seit 1986 jährlich an bis zu zehn deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen.

Besonders wegweisend sind Prof. Burgards Arbeiten auf dem Gebiet der probabilistischen Robotik. Sie haben gezeigt, dass es möglich ist, auch ohne Vorwissen über die Ausgangsposition eines mobilen Roboters dessen Position und Orientierung auf effiziente Weise zu schätzen. Davor war man davon ausgegangen, dass ein solches Vorgehen nicht praktikabel ist. Burgards Forschungen sind einerseits von grundsätzlicher wissenschaftlicher Natur und erbringen fundamentale Erkenntnisse zur Orientierungsfähigkeit mobiler Roboter. Zugleich tragen sie erheblich zur ingenieurmäßigen Entwicklung von Robotern bei.

Der Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, äußerte sich begeistert über die Ehrung Burgards: „Die Verleihung des Leibniz-Preises an einen Kollegen aus dem Institut für Informatik ist ein weiterer eindrucksvoller Beleg für die exzellenten Forschungsleistungen unserer Universität.“

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ist der höchstdotierte deutsche Förderpreis. Er wird seit 1986 jährlich an bis zu zehn herausragende deutsche Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vergeben, die sich in einer Phase wachsender Produktivität befinden. Ziel des Preises ist es, ihre Arbeits- und Forschungsbedingungen zu verbessern und sie von administrativem Aufwand zu entlasten. Das Preisgeld können die ausgezeichneten Forscher nach ihren eigenen Vorstellungen in einem Zeitraum von fünf bis sieben Jahren für ihre wissenschaftliche Arbeit verwenden.

Wolfram Burgard
studierte Informatik in Dortmund und war dort zunächst als Assistent tätig, bevor er nach Bonn wechselte, wo er 1991 promovierte. Es folgte ein Forschungsaufenthalt an der Carnegie Mellon University. Von dort wurde er nach Freiburg berufen, wo er seit 2006 Lehrstuhlinhaber an der Fakultät für Informatik ist. Über seine mehrfach ausgezeichneten Arbeiten hinaus engagiert sich Burgard auch auf anderen Gebieten für die Robotik – so für ein internationales Museumsprojekt, für das er den ersten Roboter als Museumsführer entwickelte.

Weitere Informationen unter:
www.dfg.de (Aktuelles: Leibniz-Preise 2009)

 

Kontakt:
Prof. Dr. Wolfram Burgard

Institut für Informatik
Autonome intelligente Systeme
Tel.: 0761/203-8026
E-Mail: burgard@informatik.uni-freiburg.de