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K.o.-Tropfen bei Fastnachtsumzug

Zwei 14-jährige Mädchen auf der Intensivstation behandelt

Freiburg, 18.02.2009

Am Rande eines Fastnachtsumzugs am letzten Sonntag in Merdingen hat ein Fremder zwei 14-jährigen Mädchen ein Glas zum Trinken angeboten. Die Mädchen wurden nach dem Trinken rasch komatös und mussten auf die Intensivstation des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Freiburg gebracht werden. Dem rechtsmedizinischen Institut gelang es, zumindest bei einem der Mädchen, eine erhebliche Intoxikation mit sogenannten K.o.-Tropfen nachzuweisen. Die beiden 14- jährigen konnten nach der Behandlung die Kinderklinik wieder verlassen, ohne dass bleibende Schäden zu befürchten sind. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Bei K.o.-Tropfen handelt es sich um verschiedene Substanzen mit denen Menschen betäubt und gefügig gemacht werden sollen. Eine der Substanzen, die hierzu missbraucht werden, ist „Gamma-Amino-Buttersäure“, kurz GABA, die auch als Medikament eingesetzt wird, um Patienten in besonderen Situationen zum Schlafen zu bringen. Je nach Dosis kann es von einer Stimmungsaufhellung bis zur Bewusstlosigkeit, im Extremfall sogar zum tödlichen Atemstillstand kommen. Bei der Verabreichung kann die Dosis nicht genau abgeschätzt werden, so dass immer eine bedrohliche Vergiftung der Opfer in Kauf genommen wird.

Kontakt:
Dr. Cornelia Möllmann
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Tel.: 0761/270- 4384
E-Mail: cornelia.moellmann@uniklinik-freiburg.de
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