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Verdienstkreuz 1. Klasse für Prof. Dr. Wolfgang Jäger

Ministerpräsident Günther H. Oettinger: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg maßgeblich geprägt

Freiburg, 10.03.2009

Ministerpräsident Günther H. Oettinger hat Prof. Dr. Wolfgang Jäger aus Freiburg das ihm von Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler verliehene Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. „Professor Jäger ist ein national und international anerkannter Wissenschaftler, der sich im Bereich der Politischen Wissenschaften und besonders zu gesellschaftlich relevanten Themen wie „Fernsehen und Demokratie“, „Die deutsche Parteiendemokratie“ und „Das Regierungssystem in den USA“ einen Namen gemacht hat. In den über vier Jahrzehnten seiner Zugehörigkeit zur Albert-Ludwigs-Universität Freiburg hat er ‚seine Universität’ als Hochschullehrer, Dekan, Prodekan, Prorektor und zuletzt über 12 Jahre als Rektor maßgeblich geprägt“, sagte Ministerpräsident Oettinger am Montag (9. März 2009) bei der Ordensübergabe im Rahmen eines Empfangs in der Villa Reitzenstein in Stuttgart.


„Die Universität Freiburg zählt heute zu den stärksten Forschungsuniversitäten in Deutschland. Regelmäßig verteidigte sie ihre Spitzenposition in verschiedenen Rankings“, erklärte der Regierungschef. Ein wichtiger Erfolg innerhalb Jägers Amtszeit sei 2007 die Kür der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zur „Elite-Universität“ im Rahmen der „Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder“ gewesen. Im selben Jahr habe die Universität unter der Ägide Jägers ihr 550-jähriges Bestehen feiern können.

„Ein großes Anliegen war Ihnen die konsequente Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, was sich in Preisen, wie dem mehrfach nach Freiburg verliehenen Heinz-Maier-Leibniz-Preis für junge Wissenschaftler zeigte“, sagte der Ministerpräsident. 2004 sei die Universität Freiburg auch die erste bundesdeutsche Universität gewesen, die mit einem eigens konzipierten Museum, dem „Uniseum“ zu ihrer Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte aufwarten konnte. Zu Jägers Verdiensten zähle auch die Gründung der Internationalen Graduiertenakademie (IGA) im Jahr 2006.

„Als Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz von 2000 bis 2002 und stellvertretender Vorsitzender von 2002 bis 2004 hat Wolfgang Jäger den Wissen-schaftsstandort Baden-Württemberg durch das Zusammenwirken der Mitgliedsuniversitäten gestärkt und gefördert“, erklärte der Ministerpräsident. Auch für Kunst und Kultur habe sich Jäger engagiert. Im Jahr 2000 sei er Präsident der EUCOR, der Europäischen Konföderation von 7 Oberrheinischen Universitäten, gewesen. Es sei ihm dabei gelungen, EUCOR mit dem zweiten trinationalen Studiengang Bioinformatik einen wichtigen neuen Impuls zu geben. Dafür sei er mit dem Ehrenpreis Bartholdi ausgezeichnet geworden.

Daneben sei Prof. Jäger seit 1988 Mitglied des Staatsgerichtshofs Baden-Württemberg. Von 1992 bis 2002 sei er Mitglied des Fernsehrats des ZDF und von 2002 bis 2007 Mitglied im ZDF Verwaltungsrat gewesen. Auch sei Jäger Mitglied in der Kommission für Zeitgeschichte Bonn sowie in zahlreichen Herausgebergremien und Beiräten verschiedener wissenschaftlicher Zeitschriften tätig. Von 1982 bis 1989 habe er als Vorsitzender des Bildungswerks der Erzdiözese Freiburg und von 1989 bis 1996 als 1. Vorsitzender der Diözesanarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung e.V. gewirkt.

„Sie haben die Universität Freiburg wie kaum ein anderer geprägt und für die Hochschulpolitik des Landes Baden-Württemberg maßgebliche Impulse gegeben. Für Ihr großes Engagement danke ich Ihnen im Namen des Landes Baden-Württemberg“, erklärte Oettinger.


Quelle: Staatsministerium