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Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Essmann zum Ende Mai im Ruhestand

Freiburg, 26.05.2009

Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Essmann hat am 30. Mai anlässlich seines 65. Geburtstages seine Lehr- und Forschungstätigkeit am Institut für Forst- und Umweltpolitik der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaft der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg beendet. Seine Zugehörigkeit zum Institut umfasste ziemlich genau 34 Jahre, in denen er ganzen Generationen von Diplom-Fortwirten im Rahmen der Lehre versucht hat, ein tiefer reichendes Verständnis für  forst- und umweltpolitische Zusammenhänge zu vermitteln, ihnen die Grundzüge des Umweltrechts verständlich zu machen und aufzuzeigen, was es mit der Raumordnung und Raumplanung auf sich hat. Dabei war ihm immer sehr wichtig, die unterschiedlichen theoretischen Ansätze in ihrer Relevanz für die Praxis darzustellen und mit entsprechenden Beispielen aus der Praxis zu verdeutlichen. Die intensive wissenschaftliche Befassung mit den genannten Themenfeldern ist belegt durch über 70 Publikationen, darunter einer Reihe von Monographien.

Erwin Niesslein, Direktor des Instituts für Forstpolitik und Raumordnung (bis  1993; danach: Institut für Forstpolitik; heute: Institut für Forst- und Umweltpolitik), holte den damals frisch examinierten Lizentiaten des Aufbaustudiengangs der Regionalwissenschaften/Regional-planung der Universität Karlsruhe im April 1975 nach Freiburg, um ihm das Forschungsprojekt: Die Entwicklung des ländlichen Raumes Österreichs zur Bearbeitung zu übertragen. Mit dem gleichen Thema promovierte Essmann 1979 mit summa cum laude. Vor Karlsruhe hatte Essmann von 1967 bis 1972 an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen Geographie, Geschichte und Sport studiert und jeweils mit dem 1. Staatsexamen abgeschlossen.

Mit der Arbeit: Bodenbelastung durch Landverbrauch  wurde Essmann 1988 habilitiert und die Venia legendi in den Fächern Forst-, Umwelt- und Raumordnungspolitik verliehen. Zum apl. Professor wurde er 1994 ernannt, nachdem mehrfach auf Berufungslisten zur Besetzung von Lehrstühlen vertreten war. 

Neben deutschen hat Essmann einer ganze Reihe ausländischer Doktoranden betreut und zu einem erfolgreichen Abschluss geführt, darunter solchen aus Südkorea, Italien (die erste Doppelpromotion an der Freiburger Universität), Rumänien und Kamerun.

In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts hat sich Essmann in besonderem Maße über EU Tempus Tacis-Projekte in ehemaligen Republiken der Sowjetunion, den so genannten GUS-Staaten, engagiert, indem er geholfen hat, an der Nationaluniversität der Forstwirtschaft der Ukraine in Lviv (Lemberg) eine neuen Masterstudiengang für Umwelt- und Ressourcenökonomie einzurichten, und an der Technischen Universität Osh in Kirgisien das Curriculum des Studiengangs der Ökologie mit umwelt- und ressourcenökonomischen Fächern zu ergänzen und zu erweitern. Wegen seiner besonderen Verdienste um die Forstuniversität in Lemberg wurde ihm 1999 die Ehrendoktorwürde verliehen. Die Technische Universität Osh ernannte ihn ebenfalls 1999 zum Honorarprofessor.

Wie viele andere vor ihm wird Essmann nun seine Hände nicht in den Schoss legen. Vielmehr wird er weiterhin als Gemeinderat politisch aktiv bleiben, wird seine Kenntnisse und Erfahrungen über den Senior Expert Service (SES) Projekten in aller Welt zur Verfügung stellen und ansonsten, den wenigen Ländern, die er bisher noch nicht bereist hat, peu á peu einen Besuch abstatten.