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Die Schöne aus Ägypten

Das Uniseum der Albert-Ludwigs-Universität stellt Fotografien zum Fund der Nofretete-Büste vor 100 Jahren aus

Freiburg, 27.02.2017

Die Schöne aus Ägypten

Ausgrabung der Büste der Nofretete in Tell el-Amarna/Ägypten -Quelle: Universitätsarchiv / Prinz Johann Georg von Sachsen

 

 

Zehn Fotografien aus dem Nachlass des Bildungsreisenden Prinz Johann Georg von Sachsen dokumentieren die Ausgrabung der sagenumwobenen Büste: „Nofretete – 100 Jahre Entdeckung und Faszination“ heißt die Ausstellung, die der Archäologe Lars Petersen für das Uniseum der Albert-Ludwigs-Universität gemeinsam mit Studierenden erarbeitet hat. Die Ausstellung ist vom

30. November 2012 bis 3. Februar 2013
im Uniseum der Albert-Ludwigs-Universität,
Bertoldstraße 17, 79085 Freiburg,

zu sehen. Der Wahlfreiburger Prinz Johann Georg von Sachsen vermachte dem Institut für Archäologische Wissenschaften – Abteilung Christliche Archäologie insgesamt 10.000 Negative, entstanden auf Reisen durch Syrien, Palästina, die Türkei und Ägypten. Der Fotonachlass wird nun im Universitätsarchiv Freiburg konservatorisch und wissenschaftlich bearbeitet. Petersen betont die Einzigartigkeit einer vollständig erhaltenen Sammlung dieser Größenordnung aus den Anfängen der Amateurfotografie.

Neben Fotografien präsentiert das Uniseum eine der ältesten Nachbildungen der Nofretete-Büste, die die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen zur Verfügung stellt. Darüber hinaus wird das Motiv Nofretete in Werbung, Kunst und Alltagsleben untersucht und anhand unterschiedlichster Exponate aufgezeigt – zum Beispiel Briefmarken oder Wahlkplakaten.

Königin Nofretete lebte im 14. Jahrhundert vor Christus in einer weitläufigen Palast- und Tempelanlage in der mittelägyptischen Stadt Achet-Aton (heute Tell el-Amarna). Neben ihrer sagenumwobenen Schönheit ist sie ebenso berühmt für ihre Leistungen als Staatsfrau. In ihre Regentschaft fallen bedeutende Reformen in Politik und Religion; so schuf sie beispielsweise die Grundlage für den monotheistischen Götterkult des damaligen Königreiches Ägypten.

Am 6. Dezember 1912 stieß die Deutsche Orient Gesellschaft unter Leitung des Architekten und Ägyptologen Ludwig Borchardt bei Ausgrabungen in Tell el-Amarna auf die Kalksteinbüste der ägyptischen Königin, die aus dem Atelier des Bildhauers Thutmosis stammt. Ein Jahr darauf trat Nofretete eine Odyssee an, die sie durch Berliner Privatvillen, während des Krieges durch Flakbunker und Salzbergstollen, über verschiedene Museumsstandorte an ihren derzeitigen Aufbewahrungsort, das Neue Museum Berlin, führte.

Die Ausstellung ist zu den üblichen Öffnungszeiten des Uniseums – donnerstags und samstags 14 bis 18 Uhr, freitags 14 bis 20 Uhr – sowie zusätzlich sonntags von 14 bis 16 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

 

Kontakt:
Lars Petersen
Tel.: 0172 / 4101848
E-Mail: lars.petersen@archaeologie.uni-freiburg.de

 

 

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