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Forschen im Dreiländereck

Die Regio-Stiftung unterstützt Projekte mit Bezug zu Basel, Freiburg und Strasbourg

Freiburg, 30.06.2017

Forschen im Dreiländereck

Fotos: LianeM/Fotolia, Thomas Kunz, Boris Stroujko/Fotolia

Sie fördern Studierende bei Auslandsaufenthalten und Forschungsarbeiten, unterstützen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei ihren Projekten und geben Lehrenden die Möglichkeit, neue Ideen in ihren Seminaren und Vorlesungen umzusetzen: Die 51 Stiftungen der Universität Freiburg tragen den unverwechselbaren Charakter ihrer jeweiligen Gründerinnen und Gründer. In einer Reihe stellt Sarah Schwarzkopf einige Stiftungen vor.


Zusammenhalt der Region stärken: Strasbourg (links), Freiburg (rechts) und Basel (unten).
Fotos: LianeM/Fotolia, Thomas Kunz, Boris Stroujko/Fotolia

Den Zusammenhalt im Dreiländereck unterstützen: Diesen Zweck verfolgt die Regio-Stiftung. Sie gehört zum Stiftungsfonds der Universität Freiburg und richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen.

Prof. Dr. Bernhard Stoeckle gründete die Stiftung im Jahr 1981. Der Moraltheologe und Benediktiner aus Bayern war zu dieser Zeit Rektor der Universität Freiburg. An seiner Universität wollte er wissenschaftliche Projekte fördern, die in irgendeiner Form mit der Region Basel-Freiburg-Strasbourg zusammenhängen. „Der Grundstock betrug damals 60.000 DM. Dieser geringe Betrag ist für eine Stiftungsgründung heute nicht mehr zeitgemäß“, erläutert Andreas Lang, Leiter der Abteilung Stiftung und Vermögen an der Universität Freiburg.

Zwei Voraussetzungen

Die unterstützten Forschungsarbeiten können sich mit unterschiedlichen Aspekten der Region beschäftigen oder einfach nur in Kooperation mit anderen Universitäten des Dreiländerecks stattfinden. Die beiden einzigen Voraussetzungen sind der wissenschaftliche Zweck des geförderten Projekts und der dahinter stehende „Regio-Gedanke“. Eine finanzielle Unterstützung von wissenschaftlichen Leistungen ist in jeder Form möglich – angefangen von Zuschüssen zu Druckkosten bis hin zur Finanzierung von Reisen.

„Zu diesem regionalen Thema gibt es an der Universität Freiburg vermutlich einige Projekte – man muss sie aber erst einmal finden“, erklärt Lang. Vorschläge kann man beim International Office einreichen, das die Koordination übernimmt. Unter dessen Beteiligung entscheidet der Rektor der Universität, welcher Antrag eine Stiftungsförderung erhält.

„Das International Office hat in den vergangenen Jahren bewusst die Erträge der Stiftung angespart, da die Gelder für größere Projekte nicht ausreichten. Wir erwarten dieses Jahr einen Antrag, wahrscheinlich in Kooperation mit EUCOR, aber da liegen noch keine genaueren Informationen vor“, berichtet Jasmin Bernhard von der Stiftungsverwaltung der Universität. Im Jahr 2017 wird die Regio-Stiftung circa 1.900 Euro ausschütten, die in die Ersparnisse der Jahre einfließen.

 

Stiftungen der Universität Freiburg

Die 51 Stiftungen der Universität Freiburg reichen teilweise bis ins Spätmittelalter zurück. Die 17 älteren bilden die Vereinigte Studienstiftungen-Verwaltung, die neueren gehören bis auf drei Ausnahmen zum Stiftungsfonds. Die Universität erhält das Grundkapital in Form von Sach- oder Geldmitteln und legt es an. Jährlich schüttet sie zwei Drittel der Erträge jeder Stiftung aus, das restliche Drittel legt sie als Inflationsausgleich zurück. Wer sich auf die Förderungen bewerben kann, haben die Stifterinnen und Stifter festgelegt. In der Regel zählt Bedürftigkeit vor Leistung. In der Satzung haben die Stifter auch den individuellen Zweck ihrer Stiftung definiert.

Alle Stiftungen im Überblick