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In den besten Händen

Fünfjähriges Jubiläum der Kinderherzchirurgie im Herz-Kreislauf-Zentrum des Universitätsklinikums Freiburg

Freiburg, 01.07.2003

Im Jahr kommen in Deutschland rund 4000 Kinder mit angeborenen, behandlungsbedürftigen Herzfehlern zur Welt. Eine solche Diagnose stürzt Eltern in ständige Angst um ihr Kind und für die Kinder selbst beginnt oft ein Leidensweg. An altersgemäßes Spielen und Herumtoben ist nicht zu denken. Durch erhebliche Fortschritte in der Kinderherzchirurgie ist es heute möglich, Kinder in sehr jungem Lebensalter zu operieren und vielen kleinen Patienten dadurch ein normales Aufwachsen zu ermöglichen. Dazu gehören Operationsverfahren, spezielle Herz-Lungen-Maschinen sowie Anästhesieverfahren und die kinderkardiologische Versorgung nach einer Operation. Zum fünfjährigen Jubiläum der Behandlung von Kindern mit angeborenen Herzfehlern im Herz-Kreislauf Zentrum des Freiburger Universitätsklinikums zieht das Zentrum eine positive Bilanz. Pro Jahr werden 130 bis 150 Kinder vom Neugeborenen bis zum Jugendlichen mit zum Teil sehr schweren Herzfehlern operiert und rund 150 Kinder diagnostiziert und nicht-operativ behandelt. Das umfasst Eingriffe mit und ohne Herz-Lungenmaschine, Kunstherzeinsatz und Transplantationen. Mit der Berufung von Prof. Dr. Deniz Kececioglu, Direktor der Kinderkardiologie am Universitätsklinikum, stand vor fünf Jahren ein komplettes, hochspezialisiertes Team zur Behandlung aller Schweregrade von angeborenen Herzfehlern zur Verfügung.

Kern des Teams der Kinderherzchirurgie sind Dr. Koppany Sarai und Dr. Christian Schlensak aus der Herz- und Gefäßchirurgie (Direktor Prof. Dr. Friedhelm Beyersdorf) und die Mitarbeiter der Kinderkardiologie von Prof. Deniz Kececioglu. In der Behandlung der kleinen und oft sehr kleinen Patienten mit einem Gewicht von unter zwei Kilogramm, können die Ärzte überzeugende Ergebnisse aufweisen: Die Überlebensrate nach Herzoperationen bei Kindern zwischen einem und 19 Jahren betrug in den Jahren 2000 bis 2002 hundert Prozent. Auch bei Säuglingen und Neugeborenen konnten die Kinderherzchirurgen im Jahr 2002 eine hundertprozentige Überlebensrate erzielen. Das bedeutet, dass kein Kind trotz schwerer Erkrankung verloren wurde. Dies sind im deutschen Vergleich überdurchschnittlich gute Ergebnisse.

Im letzten Jahr hat das Herz-Kreislauf-Zentrum zwei Spezialsprechstunden eingerichtet: Die Schwangerschaftssprechstunde zu Diagnose und Beratung von Herzfehlern bei Mutter und Kind und die Untersuchung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern zusammen mit der Abteilung für Kardiologie (Prof. Dr. Christoph Bode) des Klinikums. Als besondere humanitäre Aktion wurde 2002 der Verein Kinderherzen e.V. gegründet, der Spendengelder für die Behandlung herzkranker Kinder aus der Dritten Welt am Herz-Kreislauf Zentrum sammelt. Spendenkonto: Baden-Württembergische Bank, BLZ 680 200 20, Kto-Nr.: 4423463100


Kontakt:
Prof. Dr. Friedhelm Beyersdorf, Ärztlicher Direktor der Abt. Herz- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Freiburg
Hugstetter Str. 55, 79106 Freiburg
Tel. 0761/270-2812
E-mail: beyers@chir.ukl.uni-freiburg.de

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