Artikelaktionen

Sie sind hier: Startseite Newsroom Pressemitteilungen … „Regionaler PflegeVerbund“ am …

„Regionaler PflegeVerbund“ am Universitätsklinikum Freiburg

Kooperation für eine reibungslose Versorgung im Anschluss an den Aufenthalt im Klinikum

Freiburg, 18.08.2005

Ein Universitätsklinikum versorgt als Akutkrankenhaus der Maximalversorgung einen hohen Anteil an schwerkranken Patienten. Viele dieser Patienten sind auch nach dem Aufenthalt im Klinikum in ihrem Alltag auf weitere Unterstützung oder Pflege angewiesen. Damit hilfs- und pflegebedürftige Menschen sicher in die eigenen vier Wände zurückkehren können, haben sich drei starke Partner in der Versorgung von kranken und alten Menschen zusammengetan. Das Universitätsklinikum Freiburg, der Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg und die Diakonie Baden haben sich miteinander vernetzt, um Patienten, die im Anschluss an ihren stationären Aufenthalt im Klinikum Hilfe oder Pflege benötigen, eine gute Versorgung in der häuslichen Umgebung zu vermitteln.

Der „Regionale PflegeVerbund“ baut dabei auf vorhandenen Strukturen auf: Die 16 katholischen und evangelischen Sozial- und Diakonie-stationen decken die beiden Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen mit ihrem Angebot der ambulanten Pflege komplett ab. Um Reibungsverluste an der Schnittstelle zwischen dem Klinikum und den Pflegediensten zu vermeiden, wurden aber auf beiden Seiten neue Strukturen geschaffen. In der Zentralen Pflegeüberleitung am Klinikum und der Koordinierungsstelle seitens der Sozial- und Diakoniestationen, PiA-Land – Pflege im Anschluss, sorgen qualifizierte Fachpflegekräfte gemeinsam für eine strukturierte Überleitung und eine lückenlose Versorgung pflegebedürftiger Patienten. Eine zentrale Aufgabe der Koordinierungsstellen ist die Weitergabe aller für die Pflege relevanten Informationen, damit die Betreuung in den eigenen vier Wänden von Anfang an reibungslos funktioniert.

Die neue Struktur bedeutet für hilfebedürftige Patienten eine Entlastung in der ohnehin belastenden Ausnahmesituation einer akutstationären Behandlung. Ziel ist es, eine auf die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Patienten abgestimmte Anschlussversorgung zu organisieren und auf diese Weise die besten Bedingungen für die weitere Genesung zu schaffen. Dies schafft auch die Voraussetzung dafür, dass Patienten nicht länger als notwendig im Krankenhaus bleiben müssen und so lange wie möglich in ihrem eigenen Heim statt im Pflegeheim leben können.

Der „Regionale PflegeVerbund“ am Universitätsklinikum Freiburg ist in seiner Art einzigartig. Neben der neu eingerichteten Zentralen Pflegeüberleitung im Klinikum und der Pflege im Anschluss (PiA), wurden hier in der Zusammenarbeit der Kooperationspartner auch Instrumente geschaffen, die der Qualitätssicherung dienen: Gemeinsame Fortbildungen für die Pflegenden, ein abgestimmter Überleitungsbogen, der alle relevanten Informationen festhält, definierte Ansprechpartner sowie Standards, die gemeinsam von den Partnern festgelegt und deren Einhaltung gemeinsam sichergestellt werden, sorgen für eine optimale Versorgung auch über den Akutaufenthalt im Klinikum hinaus.

Die Pflegeüberleitung mit Hilfe des Regionalen PflegeVerbundes ist ein Angebot an die Patienten des Universitätsklinikums Freiburg. Jeder einzelne Patient kann sich dennoch frei für einen Pflegedienst seiner Wahl entscheiden, auch außerhalb des „PflegeVerbundes.“ Durch die Beratung und Organisation der Pflegeüberleitung entstehen für die Patienten keine Kosten.

Kontakt:

Beate Buchstor
Pflegedirektorin des Universitätsklinikums Freiburg
Tel. 0761 / 270-7339

Ulrich Enste
Leiter des Geschäftsbereichs Patientenangelegenheiten
Am Universitätsklinikum Freiburg
Tel. 0761 / 270-2191

Michael Szymczak
Geschäftführer Kirchliche Sozialstation Bötzingen und Gundelfingen
sowie
Claudia Grosser
Referatsleitung ambulante Dienste, Diakonisches Werk Baden
über Tel. 07663 / 4077

abgelegt unter: