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Molekulare Bildgebung erlaubt individualisierte Tumortherapie

Vortrag der Freiburger Medizinischen Gesellschaft am 11.12.2007

Freiburg, 04.12.2007

In der Onkologie ist es wichtig, von Anfang an die für den einzelnen Krebspatienten aussichtsreichste Therapie anzuwenden und ineffektive Behandlungen zu vermeiden. Eine individualisierte Therapie setzt voraus, dass vorhergesagt werden kann, wie ein Tumor auf eine Chemo- oder Strahlentherapie reagiert. Um die Empfindlichkeit der Tumorzellen gegenüber bestimmten Medikamenten abschätzen zu können, müssen die Tumore auf molekularer und genetischer Ebene charakterisiert und Veränderungen nachgewiesen werden.

Bis vor wenigen Jahren konnten Tumore allein auf der Basis von Gewebeuntersuchungen (Histologie) und der Stadienbestimmung nur unvollständig charakterisiert werden. Mit den modernen Verfahren der Molekularen Bildgebung können die molekularen und funktionellen Eigenschaften von Krebszellen dargestellt werden, ohne dass dafür eine Gewebeprobe entnommen werden muss. Es ist daher möglich, auch zeitliche Veränderungen, die ein Tumor durchläuft, etwa im Laufe einer Behandlung, sowie die Heterogenität von verschiedenen Krebsherden eines Patienten darzustellen.

Die Molekulare Bildgebung wird klinisch in der Nuklearmedizin praktiziert. Der Ärztliche Direktor der Abeilung Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Freiburg, Professor Dr. Wolfgang Weber, referiert in einem öffentlichen Vortrag im Rahmen der Freiburger Medizinischen Gesellschaft über die:

„Molekulare Bildgebung in der Onkologie“
am Dienstag, den 11. Dezember 2007, um 18.15 Uhr
im Hörsaal des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene
Hermann-Herder-Straße 11 (EG) in Freiburg

Das in der Onkologie am häufigsten angewendete Verfahren der molekularen Bildgebung ist die Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Sie erlaubt es, Stoffwechselprozesse in der Zelle darzustellen. Mit der PET ist es möglich, Molekülkonzentrationen von weniger als einem Millionstel Gramm pro Liter zu messen. Die PET wird heute hauptsächlich zur Untersuchung des Glukosestoffwechsels von Tumorzellen eingesetzt, der nahezu bei allen Krebserkrankungen massiv erhöht ist. So können PET-Untersuchungen des Glukosestoffwechsels schon wenige Tage nach Einleitung einer Therapie Auskunft darüber geben, ob die gewählte Therapie anspricht. Intensive Forschungsarbeiten beschäftigen sich damit, weitere Eigenschaften von Krebszellen zu identifizieren, die sich mittels PET darstellen lassen und Auskunft über die Aktivität von Tumorzellen geben können.

Der öffentliche Vortrag richtet sich an alle Interessierten.

 

Kontakt:
Prof. Dr. Wolfgang Weber

Ärztlicher Direktor der Abteilung Nuklearmedizin

Radiologische Klinik des Universitätsklinikums Freiburg

Tel. 0761 / 270-3916

E-Mail: wolfgang.weber@uniklinik-freiburg.de