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Erfolg der Universität Freiburg im Innovations-Wettbewerb:

11 Mio Euro für neues Material-Zentrum FIT

Freiburg, 30.07.2009

Die Universität Freiburg war mit ihrem Antrag in der Ausschreibung „Materialwissenschaftliche Zentren Baden-Württemberg" erfolgreich. Eine Gutachterkommission des Landes Baden-Württemberg aus Vertretern von Wissenschaft und Wirtschaft hat die Empfehlung ausgesprochen, den Antrag der Universität „Freiburger Zentrum für interaktive Werkstoffe und bioinspirierte Technologien –  FIT" mit einem Neubau zu fördern.

Zur Einrichtung des Zentrums stellt das Land – mit komplementären Bundesmitteln – für das neue Material-Zentrum der Universität einen Betrag in Höhe von 11,355 Millionen Euro aus Mitteln der Zukunftsoffensive lV – Innovation und Exzellenz in Aussicht. Die endgültige Bewilligung der 11,355 Mill. Euro setzt nach Maßgabe des Wettbewerbs voraus, dass im Verfahren nach Art. 91 b GG das innovative Projekt vom Wissenschaftsrat der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) zur komplementären Bundesmitfinanzierung empfohlen wird.

Die Gutachtergruppe sieht in dem neuen Freiburger Materialwissenschaftlichen Zentrum FIT die Chance, dass die Universität Freiburg dadurch in den Materialwissenschaften die internationale Führungsposition weiter ausbauen kann.

Als besonders positiv erachtete die Kommission, dass eine Reihe international hervorragend ausgewiesener Arbeitsgruppen aus der Universität und dem Umfeld der Universität hinter dem Antrag stünden, die nach Meinung der Gutachter eine bundesweit einzigartige Expertise zusammenfassten.

Rektor Prof. Hans-Jochen Schiewer ist von der Erfolgsnachricht begeistert: „Das neue Ressourcenzentrum wird das Profil des Forschungsstandorts Freiburg nachhaltig prägen und seine Sichtbarkeit und Attraktivität im wachsenden nationalen und internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe signifikant erhöhen. Ich bin sicher, dass wir auch die zweite Hürde des Verfahrens nach Art. 91 b GG mit Bravour meistern werden. Der Forschungsbau bietet die einmalige Chance, in Freiburg zukunftsweisende Grundlagen für die mittel- und langfristige Wertschöpfung in baden-württembergischen und bundesweiten Unternehmen der Hoch- und Spitzentechnologien zu schaffen.

Der Antrag der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg für die Einrichtung des FIT wurde vom Freiburger Materialforschungs-zentrum (FMF, Prof. Dr. Rolf Mülhaupt) gemeinsam mit dem Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK, Prof. Dr. P. Woias) koordiniert.

Er wird getragen von fünf Fakultäten (Biologie – Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften – Mathematik und Physik – Medizin – Technische Fakultät) sowie dem FRIAS („Freiburg Institute for Advanced Studies“) gemeinsam mit den fünf Freiburger Fraunhofer-Instituten und Gruppen der EUCOR Partneruniversitäten in Basel, Mulhouse und Strasbourg.

Die Universität Freiburg will mit dem Freiburger Zentrum für interaktive Werkstoffe und bioinspirierte Technologien (FIT) eine international sichtbare Innovations und Ressourcenplattform schaffen und durch wegweisende, fach und institutionsübergreifende Grundlagenforschung interaktive Materialien und intelligente Systemen entwickeln. Diese neuartigen Materialien und Systeme reagieren auf Veränderungen ihrer Umgebung mit Eigenschaftsveränderungen und können sich selbst regulieren, ohne dass von außen Energie zugeführt werden muss (Energieautarkie). Vorbild für diese bioinspirierte Konzeptentwicklung ist die Anpassungsfähigkeit von biologischen Systemen, die sich an sehr komplexe Umgebungsbedingungen perfekt anpassen können. Zentrale Zukunftsfelder der FITForschung sind:

(1) Interaktive Materialien und intelligente Oberflächen für adaptive polymere Werkstoffe,

(2) BiopolymerHybridmaterialien, biofunktionale Makromolekulare Chemie und biohybride Mikrosysteme,

(3) Integrierte energetische Materialien für die Energietechnik und bioinspirierte energieautarke (Mikro)Systeme.

FIT wird mit dieser Thematik der bioinspirierten Materialwissenschaft und Systemforschung eine neue Brücke zwischen Material-, Bio- und Ingenieurwissenschaften schlagen. Das Zentrum wird alle Freiburger Kernkompetenzen in Mikrosystemtechnik, Polymerwissenschaften, Physik, Chemie, Biologie, Bionik, Medizin und Energietechnik bündeln und für ein hochinnovatives Themenfeld strategisch neu ausrichten und profilieren.

Durch den Neubau soll das Forschungsareal der Technischen Fakultät der Universität Freiburg auf dem Flugplatzgelände vergrößert werden. Der FIT-Neubau wird an die Gebäude der Mikrosystemtechnik und Informatik anschließen.

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