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Hohe Auszeichnung für Freiburger Forscher

Der Europäische Forschungsrat vergibt ERC Starting Grants in Höhe von 3,1 Millionen Euro für zwei zukunftsweisende Projekte

Freiburg, 27.02.2017

Hohe Auszeichnung für Freiburger Forscher

Prof. Dr. Oliver Einsle & Dr. Markus Roth

Oliver Einsle und Markus Roth von der Universität Freiburg erhalten eine der wichtigsten Förderungen Europas für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Europäische Forschungsrat (ERC) zeichnet sie mit ERC Starting Grants in Höhe von insgesamt 3,1 Millionen Euro für neue Projekte aus.

Die geförderten Wissenschaftler und ihre Projekte sind:

Prof. Dr. Oliver Einsle vom Institut für Organische Chemie und Biochemie der Universität Freiburg erhält einen ERC Starting Grant in Höhe von 1,64 Millionen Euro.

Der Biochemiker erforscht die Funktionsweise zweier umweltbedeutsamer Enzyme, die in der Natur in den Membranen spezieller Mikroorganismen vorkommen. Die Nitrogenase katalysiert die Umwandlung von Stickstoff aus der Luft in eine „fixierte“ Form und macht ihn so für Pflanzen verfügbar. Die Distickstoffmonoxid-Reduktase spaltet das klimaschädliche Gas Distickstoffmonoxid (N2O), das beim Abbau von mineralischem Dünger entsteht. In dem geförderten Forschungsprojekt „N-ABLE“ werden diese komplexen und hochgradig sauerstoffempfindlichen Enzym-Systeme in Modellorganismen nachgebaut. Damit sollen diese nützlichen Enzyme von ihren eigentlichen Wirtsorganismen unabhängig werden und die empfindlichen enzymatischen Umwandlungen stabilisiert werden. Wenn dies gelingt, können die Erkenntnisse in der Biotechnologie genutzt werden. Der Ersatz von mineralischem Dünger und ein biologischer Abbau klimaschädlicher Verbindungen wären dann möglich.

Dr. Markus Roth, der seine Habilitation am Institut für Physik der Universität Freiburg und am Kiepenheuer Institut für Sonnenphysik vorbereitet, erhält einen ERC Starting Grant in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

In einem 11-Jahres-Zyklus steuert der so genannte solare Dynamo die Zunahme und Abnahme des Magnetfelds der Sonne. Wenn sich das Magnetfeld ändert, entstehen Sonneruptionen, die technische Systeme im Weltraum, wie zum Beispiel Satelliten, stören können. Die Vorgänge im Sonneninneren können indirekt durch das Studium der von Sonnenbeben verursachten Wellen untersucht werden, ähnlich der Messung von Erdbebenwellen mittels eines Seismografen. Markus Roth ist Experte für die Seismologie auf der Sonne und möchte in dem geförderten 5-Jahres-Projekt mit neuen Ansätzen die Vorgänge im Inneren der Sonne und die Funktion des solaren Dynamos erforschen.

English Press Release


Kontakt:
Prof. Dr. Oliver Einsle
Institut für Organische Chemie und Biochemie
Tel: 0761/203-6058
E-Mail: einsle@biochemie.uni-freiburg.de

Dr. Markus Roth
Kipenheuer Institut für Sonnenphysik
Tel: 0761/3198-228
E-Mail: mroth@kis.uni-freiburg.de