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Helden müssen sterben

Ringvorlesung beleuchtet Sinn und Fragwürdigkeit des heroischen Todes

Freiburg, 09.11.2017

Helden müssen sterben

Quelle: Wikimedia Commons

Heldinnen und Helden müssen sterben, weil sie Menschen sind. Für ihren Status als heroische Figur kann das Sterben jedoch unterschiedlich aufgeladen oder bedeutsam sein. Der Sonderforschungsbereich „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ der Universität Freiburg veranstaltet eine Ringvorlesung, in der die Referentinnen und Referenten dafür Beispiele aufzeigen: vom Tod des Philosophen Sokrates im antiken Griechenland über den Rittertod im Hochmittelalter, den Soldatentod im Ersten Weltkrieg und den Tod des Rockmusikers Kurt Cobain bis hin zu den Todesopfern des Attentats in Utøya/Norwegen im Jahr 2011.


Peter Paul Rubens, „Der sterbende Seneca“. Quelle: Wikimedia Commons

Die Vorträge der Ringvorlesung gehen der Frage nach, wie Sterben, Tod und heroisches Handeln in Bezug zueinander gesetzt werden und welche Beziehung die Darstellungen heroischen Sterbens zwischen Helden und ihrem jeweiligen Publikum herstellen. In der früheren griechischen Antike beispielsweise ist der Tod Voraussetzung für eine Heroisierung. Märtyrerinnen und Märtyrer opfern ihr Leben in einem oft extremen Tötungsakt, etwa in der Erwartung eines Weiterlebens im Jenseits oder in der Erinnerung Nachlebender. Der Kriegsheld folgt dem Appell, sein Leben für eine größere Sache einzusetzen, und er ruft nachfolgende Generationen auf, es ihm nachzutun – ohne dass der Tod das Ziel der Tat sein muss. Jung verstorbene Helden werden als Ideale „ewiger Jugend“ präsentiert.

Alle Vorträge finden mittwochs ab 20.15 Uhr im Kollegiengebäude I, Hörsaal 1199, Platz der Universität 3 statt. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten. Die Vortragssprache ist Deutsch. Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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