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„Wir haben ein tolles Arbeitsklima"

Leonie Breh engagiert sich als Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung der Universität Freiburg

Freiburg, 06.09.2017

„Wir haben ein tolles Arbeitsklima"

Foto: Klaus Polkowski

Sie ist Elektronikerin für Geräte und Systeme, arbeitet im Technischen Bereich der Fakultät für Biologie, hat ihre Ausbildung im Jahr 2015 an der Universität Freiburg abgeschlossen – und seit mehr als drei Jahren engagiert sich Leonie Breh in der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV). Im Gespräch mit Nicolas Scherger berichtet sie von der Arbeit des Gremiums, dessen Vorsitz sie im Januar 2017 übernommen hat, und von den Vorteilen, die eine Ausbildung an der Universität bietet.

Leonie Breh will sich dafür einsetzen, dass die Gruppe der Auszubildenden an der Universität Freiburg enger zusammenwächst.
Foto: Klaus Polkowski


Frau Breh, warum haben Sie sich dafür entschieden, Ihre Ausbildung an der Universität Freiburg zu machen?

Leonie Breh: Das war mit viel Zufall und Glück verbunden. Ich habe mein erstes Lehrjahr in einem Betrieb verbracht und wollte wechseln. Ein Berufsschullehrer hat mir den Kontakt an die Universität vermittelt, weil dort gerade ein Platz in der Elektro-Werkstatt des Physikalischen Instituts frei war. Das hat super gepasst, und ich bin sehr froh, dass es geklappt hat.

Was hat Ihnen besonders gut gefallen?

Man bekommt hier eine individuelle Betreuung und auch sonst viel geboten, was in der Industrie oft nicht möglich ist – zum Beispiel können Chemielaborantinnen und -laboranten an manchen Praktika für Studierende teilnehmen. Die Betriebe wissen, dass die Ausbildung an der Universität sehr gut ist. Deshalb kommen die Absolventinnen und Absolventen in der Regel problemlos unter.

Sie sind nach der Ausbildung an der Universität geblieben. Aus welchen Gründen?

Wir haben ein tolles Arbeitsklima, gerade in der Biologie – da ist es fast schon familiär. In der Werkstatt empfinde ich es als angenehm, dass wir keinen Produktionsdruck wie in der Industrie haben. Man lernt jeden Tag Neues dazu, da die Arbeit sehr abwechslungsreich ist. Auch die Gleitzeit finde ich klasse. Dadurch ist es möglich, dass ich neben der Arbeit ein Techniker-Fernstudium absolviere.

Wann und wie hatten Sie erstmals Kontakt zur JAV?

Die JAV stellt sich jedes Jahr beim Einführungstag für neue Auszubildende vor. Dort habe ich die Kolleginnen und Kollegen kennengelernt und bin auch mit der Vertreterin des Personalrats ins Gespräch gekommen. Sie hat mich später gefragt, ob ich mich zur Wahl für die JAV stellen möchte.

Warum haben Sie zugesagt?

Ich finde es sehr wichtig, dass es in der Ausbildung gut läuft. Deshalb engagiere ich mich gerne und versuche, etwas dazu beizutragen, dass es den Auszubildenden gut geht. Diese Aufgabe macht mir viel Spaß – Anfang 2017 hat meine zweite Amtszeit begonnen, die wieder zweieinhalb Jahre dauert.

Mit welchen Anliegen wenden sich Auszubildende an die JAV?

Sie können uns alle Fragen rund um die Ausbildung stellen. Außerdem können sie sich melden, wenn es zu Konflikten am Arbeitsplatz kommt. Wir suchen dann das Gespräch mit der Ausbilderin oder dem Ausbilder und werden bei Bedarf vom Personalrat und von der Gewerkschaft unterstützt. Das kommt aber selten vor, denn an der Universität gibt es in der Ausbildung zum Glück nur selten Probleme.

Welche weiteren Aufgaben hat die JAV?

Wir nehmen beispielsweise an den wöchentlichen Sitzungen des Personalrats teil und haben dort ein Stimmrecht, wenn es um Fragen der Ausbildung geht. Außerdem sind wir an allen Bewerbungsgesprächen für Ausbildungsplätze beteiligt.

Was haben Sie sich für Ihre zweite Amtszeit vorgenommen?

Ich habe selbst die Erfahrung gemacht: Es ist schwierig, mit anderen Auszubildenden Kontakt zu halten, weil sie über die gesamte Universität verteilt sind und in ganz unterschiedlichen Berufen arbeiten. Unser Ziel ist, dass die Gruppe enger zusammenwächst. Das wollen wir zum einen mit größeren Veranstaltungen erreichen: mit unserem „Aktionstag Ausbildung", Betriebsbesichtigungen oder den JA-Versammlungen. Zum anderen wollen wir die Auszubildenden per E-Mail ansprechen und auch spontane Treffen nach Feierabend anstoßen.

Anfang September sind 22 neue Auszubildende an die Universität gekommen. Welche Tipps würden Sie ihnen mit auf den Weg geben?

Für mich persönlich habe ich während der Ausbildung gemerkt, dass es ist sinnvoll ist, von Anfang an zu lernen und das Berichtsheft zu schreiben. Sonst kommt am Ende alles auf einmal. Und wünschen würde ich mir, dass möglichst viele der neuen Auszubildenden an den Veranstaltungen der JAV teilnehmen.


Aktionstag Ausbildung 2017

Am 10. Oktober 2017 findet der diesjährige „Aktionstag Ausbildung" im Peterhof statt. Sowohl für die Auszubildenden als auch für Ausbilderinnen und Ausbilder gibt es Workshops in getrennten Gruppen: Auf dem Programm stehen die Themen „Sicherheitsbewusstes Verhalten in Gefahrensituationen" und „Sicherheit im Internet" sowie Selbstverteidigungskurse. Das Angebot ist kostenlos, und die Teilnehmenden werden von der Arbeit freigestellt.

Weitere Informationen und Anmeldung zum Aktionstag

Webseite der JAV

 

Ausbildungsberufe an der Universität Freiburg

Mit knapp 6.800 Beschäftigten ist die Albert-Ludwigs-Universität einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe der Region. Etwa 80 Auszubildende arbeiten aktuell in der Verwaltung, im Labor, in der Werkstatt, im Botanischen Garten und in der Universitätsbibliothek. Folgende Berufe stehen zur Auswahl: Chemielaborant/in, Elektroniker/in, Feinwerkmechaniker/in für Geräte und System, Kaufmann/frau für Büromanagement, Fachinformatiker/in Anwendungsentwicklung oder Systemintegration, Gärtner/in, Fachangestellte/r für Medien und Informationsdienste sowie Höherer Bibliotheksdienst – Wissenschaftliche/r Bibliothekar/in.

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