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Lesezeichen in den Genen

Neue epigenetische Wirkstoffe sollen steuern, welche Abschnitte der Erbinformation der Körper abliest

Freiburg, 28.11.2016

Lesezeichen in den Genen

Abbildung eines Modells des epigenetischen Leseproteins Spindlin1 mit gebundenen Hemmstoffen. Bild: Wolfgang Sippl/Universität Halle

November 2016

Ein Lesezeichen in einem Buch markiert Textstellen, die man lesen möchte. Im Körper von Menschen und anderen Säugetieren geben chemische Markierungen an der Erbinformation vor, aus welchen Genabschnitten Proteine hergestellt werden sollen. Diese sogenannten epigenetischen Lesezeichen bestimmen somit, welche Informationen umgesetzt werden und wie sich eine Zelle entwickelt. Der Freiburger Pharmazeut Prof. Dr. Manfred Jung und seine Arbeitsgruppe suchen nach Wirkstoffen, die an diesen chemischen Lesezeichen ansetzen und diese beispielsweise entfernen. So wollen sie beispielsweise das Wachstum von Krebszellen hemmen und die Ausbreitung von Malaria verhindern.

Manfred Jung forscht am Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie im Sonderforschungsbereich (SFB) 992 „Medizinische Epigenetik – Von grundlegenden Mechanismen zu klinischen Anwendungen“. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des SFB wollen die Diagnose und Therapie verschiedener Krankheiten verbessern, indem sie die epigenetischen Muster von Zellen analysieren und interpretieren. An dem Vorhaben sind Forschende von unterschiedlichen Instituten und Abteilungen der Universität und des Universitätsklinikums Freiburg sowie des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg beteiligt.


Webseite des SFB 992 „Medizinische Epigenetik“
www.sfb992.uni-freiburg.de

 

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Weitere Informationen zum Forscher und seine Kontaktdaten finden sich in der Expertendatenbank, auf der Webseite von Manfred Jungs Forschungsgruppe sowie in einem Artikel in uni'leben. Weitere Informationen zur Forschung im SFB 992 finden Sie in einem Artikel in uni'wissen und in einer Pressemitteilung.