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Mit Strahlen zeigen, was sonst verborgen bleibt

Freiburger Materialwissenschaftler gewinnt Forschungspreis auf dem Gebiet der Halbleiter-Röntgendetektoren

Freiburg, 15.12.2010

Mit Strahlen zeigen, was sonst verborgen bleibt

Dr. Ralph James (rechts), Co-Vorsitzender des 17. Internationalen Workshops über Halbleiter-Röntgen- und Gammastrahlen-Detektoren, gratuliert PD Dr. Michael Fiederle zum Gewinn des Forschungspreises. Foto: Universität Freiburg

Der Freiburger Materialforscher PD Dr. Michael Fiederle ist mit dem „Room Temperature Semiconductor Detector (RTSD) Award“ ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt außergewöhnliche wissenschaftliche Beiträge zum Thema Halbleiter-Röntgendetektoren. Der RTSD-Award wurde Fiederle im November auf der internationalen Tagung „Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) Nuclear Science Symposium and Medical Imaging Conference 2010“ in Knoxville/USA verliehen, an der etwa 2.000 Wissenschaftler teilnahmen.

Der RTSD-Lenkungsausschuss ehrte Fiederle insbesondere für dessen Engagement, die Materialeigenschaften von Halbleiter-Röntgenstrahlen-Detektoren zu erforschen und deren Technologie für bildgebende Verfahren weiter zu entwickeln und zu prüfen. Detektoren für Röntgen-, Gamma- oder Neutronenstrahlung werden in der Inneren Sicherheit, Astrophysik, Medizin sowie im Umweltschutz eingesetzt. Gamma-Strahlen-Detektoren erkennen zum Beispiel an Grenzübergängen, wenn jemand radioaktives Material über die Grenze schmuggeln will.

Michael Fiederle und sein Team vom Freiburger Materialforschungszentrum (FMF) haben auf dem Gebiet Medizintechnik und Zerstörungsfreie Prüfverfahren (Non-Destructive Testing/NDT) innovative Detektorsysteme auf Basis der so genannten Medipix-Pixelelektronik entwickelt. Diese Systeme ermöglichen erstmals Röntgenbilder mit hoher Auflösung in den farblich hervorgehobenen Arealen (Coloured X-ray Imaging). Neben 3D-Bildern für die medizinische Diagnostik ist die Umweltradioaktivität ein weiterer Forschungsschwerpunkt der Wissenschaftler. So entwickelten sie kürzlich in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strahlenschutz ein Detektorsystem zur spektroskopischen Überwachung der Radioaktivität in der Atmosphäre. Es soll bundesweit an mehr als 2.000 Messstationen eingesetzt werden.

 

Fiederle ist Dozent an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und leitet die Servicegruppe „Materialcharakterisierung und Detektortechnologie“ am FMF. Als Co-Vorsitzender hat er den 17. Internationalen Workshop über Halbleiter-Röntgen- und Gammastrahlen-Detektoren im Rahmen der Tagung „Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) Nuclear Science Symposium and Medical Imaging Conference 2010“ mit organisiert. Der Workshop, bei dem der RTSD-Award seit 2002 alle zwei Jahre verliehen wird, gilt als größtes Forum für Wissenschaftler und Ingenieure, die Strahlungsdetektoren und bildgebende Systeme entwickeln.

 

English Press Release

 
 
 
Kontakt:
PD Dr. Michael Fiederle
Freiburger Materialforschungszentrum
Tel.: 0761/203-4775
E-Mail: michael.fiederle@fmf.uni-freiburg.de

 

 

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