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Professorinnenprogramm 2030: Universität Freiburg in erster Auswahlrunde

Die Universität Freiburg strebt mit ihrem Gleichstellungskonzept für Parität danach, Frauen in der Postdoc-Phase und darüber hinaus besonders zu fördern und in der Wissenschaft zu halten.

Freiburg, 13.03.2024

Die Universität Freiburg bündelt ihren Anspruch auf Geschlechtergerechtigkeit in einem verbindlichen Handlungsprogramm – dem Gleichstellungskonzept für Parität. Eines seiner Ziele ist es, den im Zuge des gesamtuniversitären Strategieprozesses angestoßenen Kultur- und Strukturwandel mit einem umfassenden Maßnahmenpaket zu verstetigen. Die Universität Freiburg hat ihr Strategiepapier im von Bund und Ländern initiierten Professorinnenprogramms 2030 eingereicht und konnte sich damit in  dessen erster Auswahlrunde durchsetzen. Das Förderprogramm zielt darauf ab, Geschlechterparität auf Professor*innenebene zu erreichen und stärkt die Gleichstellungsarbeit an Hochschulen. Die positive Begutachtung ihres Gleichstellungskonzepts ermöglicht es der Universität Freiburg nun, dafür konkrete Förderanträge im Umfang von insgesamt circa zwei Millionen Euro zu stellen.

Prof. Dr. Sylvia Paletschek, Prorektorin für Universitätskultur an der Universität Freiburg, wertet den Erfolg im ersten Call als wichtiges Signal für die Qualität des erarbeiteten Strategiepapiers: „Dass unsere Ansätze die hohen Anforderungen des Professorinnenprogramms 2030 erfüllen, zeigt: Wir befinden uns auf einem guten Weg hin zu einer geschlechtergerechten Universität.“

Strategiepapier fördert Frauen auf dem Weg zur Professur

Mit ihrem Gleichstellungskonzept für Parität reagiert die Universität Freiburg auf die Unterrepräsentanz von Frauen im Wissenschaftssystem. Das geplante Maßnahmenpaket will dabei insbesondere dem Abbruch von Wissenschaftlerinnenkarrieren in der Postdoc-Phase entgegenwirken. Als gleichstellungsfördernde Maßnahme plant die Universität Freiburg beispielsweise, einen Innovationsfonds Gleichstellung einzurichten. Dieser unterstützt die Umsetzung von Gleichstellungsmaßnahmen und –initiativen innerhalb der Fakultäten. Darüber hinaus ist vorgesehen, das Gleichstellungsmonitoring und –controlling sowie das Coachingprogramm CORA auszubauen, ein Konzept für die „Kita der Zukunft“ zu entwickeln, ein Onlinetool „Fit fürs Berufungsverfahren“ zu erstellen und Wissenschaftlerinnen in der Postdoc-Phase mit einer einjährigen Individualförderung zu unterstützen. Diese Brückenfinanzierung soll helfen, das eigene Forschungsprojekt auszuarbeiten und Drittmittel dafür zu akquirieren oder die Habilitation abzuschließen.

Maßgeblich verantwortlich für das Gleichstellungskonzept war die Abteilung Gleichstellung, Diversität und akademische Personalentwicklung (GDaPE), die bei dessen Erstellung eng mit der Gleichstellungsbeauftragten sowie dem Prorektorat für Universitätskultur zusammengearbeitet hat.  „Unser Anspruch war es, Maßnahmen zu entwickeln, die an den individuellen Herausforderungen der einzelnen Bereiche ansetzen. Daher haben wir zuerst den Istzustand analysiert, darauf aufbauend präzise Vorhaben konzipiert und diese in einem partizipativen Prozess mit der Ständigen Senatskommission für Gleichstellungsfragen, den Fakultäten und anderen Gleichstellungsakteur*innen weiterentwickelt“, erklärt Dr. Wibke Backhaus, stellvertretende Leiterin der Abteilung GDaPE.

Verbesserte Sichtbarkeit von nachhaltigen Gleichstellungsstrukturen nach innen und außen

Das Professorinnenprogramm 2030 ist das größte Förderinstrument von Bund und Ländern, um den Anteil weiblicher Führungskräfte in Forschung und Lehre zu erhöhen und universitäre Gleichstellungsstrukturen zu etablieren und zu festigen, sagt Dr. Regina Herzog, Gleichstellungsbeauftragte der Universität Freiburg. „Die vom Professorinnenprogramm zur Verfügung gestellten Mittel geben uns die besondere Chance, vielfältige und weitreichende Maßnahmen umzusetzen.“

Anspruch der Universität Freiburg ist es, ihr Streben nach geschlechtergerechten Arbeits- und Studienbedingungen konsequent umzusetzen, sich so nach innen und außen noch stärker als erneuerungs- sowie zukunftsfähige Institution zu positionieren – und die Grundwerte ihres Leitbilds „Qualität, Verantwortung, Offenheit“ mit Leben zu füllen.

 

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