Artikelaktionen

Sie sind hier: Startseite Newsroom Pressemitteilungen … Innovativer Start in den Sommer

Innovativer Start in den Sommer

Gender Studies/Geschlechterforschung neuer Studiengang an der Universität Freiburg

Freiburg, 26.01.2001

Was in diesem Wintersemester noch Probelauf ist, wird im Sommersemester 2001 Realität: Ab sofort können sich Studierende an der Universität Freiburg erstmals in den neuen Studiengang Gender Studies/ Geschlechterforschung als Magister-Nebenfach einschreiben. Die Freiburger Universität ist mit der Einrichtung dieses interdisziplinären Studiengangs nicht nur Vorreiterin unter den baden-württembergischen Universitäten, sondern steht auch in der Lehre der Geschlechterforschung gemeinsam mit der Humboldt Universität Berlin und der Universität Oldenburg bundesweit an der Spitze.




Mit der Immatrikulation in den neuen Studiengang nimmt die Etablierung von Gender Studies/ Geschlechterforschung an der Universität Freiburg nach rund zwei Jahren intensiver Vorbereitung ganz konkrete Formen an: Die Einschreibung für das kommende Sommersemester ist noch bis zum 31.3.2001 möglich.




Bereits im laufenden Semester können Studierende Scheine in der interdisziplinären Ring-Vorlesung zur Sozial- und Kulturgeschichte der Geschlechterverhältnisse, im Seminar zu Forschungsmethoden zur empirischen Geschlechterforschung sowie in zahlreichen


Gender-Lehrveranstaltungen aus insgesamt 21 verschiedenen Fächern erwerben und sie im kommenden Semester anrechnen lassen. Das Kernangebot wird von Fächern gestellt, die regelmäßig Lehrveranstaltungen anbieten und in denen Prüfungen abgelegt werden können: Alte Geschichte, Forstwissenschaft, Germanistik, Geschichte der Medizin, Informatik und Gesellschaft, Klassische Philologie, Neuere und Neueste Geschichte, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Skandinavistik, Slavistik, Soziologie, Theologie sowie Vorderasiatische Archäologie. Darüber hinaus beteiligen sich noch eine Reihe weiterer Fächer am Studiengang wie z.B. Humangenetik und Anthropologie, Kunstgeschichte, Philosophie, Psychologie, Romanistik und Völkerkunde.




Mit der Einrichtung dieses Studiengangs ist beabsichtigt, Forschungsansätze, die in allen gesellschaftlichen und kulturellen Bereichen die Bedeutung von Geschlecht und das Verhältnis der Geschlechter untersuchen, in möglichst vielen Disziplinen zu verankern. Fragen nach Ungleichheit bzw. Ungleichartigkeit zwischen den Geschlechtern können auf diese Weise an möglichst viele Fachbereiche herangetragen und sowohl Lehrende als auch Studierende zu einem interdisziplinären Dialog angeregt werden. Damit die Studierenden nicht Gefahr laufen, sich in der Vielfalt der Disziplinen zu verlieren, sind die Kernveranstaltungen, in denen ?Handwerkszeug', d.h. inhaltliche, methodische und theoretische Grundlagen, vermittelt werden, von großer Bedeutung und im Studienplan als obligatorisch ausgewiesen.


Neben fachspezifischen Inhalten vermittelt der Studiengang auch methodische Fertigkeiten und soziale Kompetenzen. Solche Schlüsselqualifikationen können für Tätigkeiten in vielen Bereichen (z.B. Wirtschaft, Verwaltung, Medien, Öffentlichkeit und Kultur) nutzbar gemacht werden.




Mit der Etablierung dieses Studiengangs und der Eröffnung des Zentrums für Anthropologie und Gender Studies (ZAG) im November letzten Jahres sind nicht nur die Weichen für eine innovative sowie wissenschaftskritische Lehre und Forschung gestellt. Die Zusammenarbeit von Gender Studies mit der Anthropologie lässt darüber hinaus auch ein spezifisches Profil der Freiburger Universität erkennen, das zu Dialogen und Kontroversen anregen wird.






Kontakt:


Koordinierungsstelle


Gender Studies


Dr. Sonja Dehning, Marion Mangelsdorf


Erbprinzenstr. 13, 2.OG.


79098 Freiburg i.Br.


Tel.: 0761/203-4216


Fax: 0761/203-8876






Sprechzeiten:


Dienstag bis Donnerstag 10-12 Uhr (während des Semesters)


und nach Vereinbarung




e-mail: zag@uni-freiburg.de


http://www.uni-freiburg.de/zag


abgelegt unter: