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Die Turbo-Akte

Freiburger Medizinisches Informations- und Dokumentationssystem mit Vorbildcharakter

Freiburg, 14.12.2001

Bei 50.000 stationären und 350.000 ambulanten Patienten pro Jahr in einem Klinikum mit 13 Kliniken entstehen im Laufe der Zeit Millionen Patientenakten. Akten, die in riesigen Archiven verwaltet und gelagert werden. In Fällen, bei denen ein Patient aufgrund seiner Erkrankung von mehreren Kliniken behandelt werden muss, wandert seine Akte von Klinik zu Klinik oder Auszüge müssen kopiert und weitergeleitet werden. Wenn schnell gehandelt werden muss, fallen daher Untersuchungen doppelt an. Im Freiburger Universitätsklinikum wurde, um diese Probleme zu lösen, ein Informations- und Dokumentationssystem entwickelt, das alle Unterlagen inklusive Röntgenbilder u.ä. enthält und von den jeweils behandlenden Ärzten - und nur von diesen - von jedem Computer einzusehen ist. Auf der Tagung "Archivierung von Krankenunterlagen" der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) stellt der Bereich Patientenangelegenheiten des Universitätsklinikums das selbst entwickelte Archiv- und Dokumentenmanagement im Neurozentrum vor.

Der Zugriff auf die Patientendaten funktioniert per Mausklick und ist an jedem Behandlungsort verfügbar. Die Archiviertung benötigt viel weniger Platz und ist sicherer. Ob Befunde, Diagnosen oder Behandlungsempfehlungen, die Krankengeschichte eines Patienten steht lückenlos elektronisch zur Verfügung. Das bietet Vorteile für Arzt und Patient.

Entscheidend ist der sog. Hybrid-Charakter des Systems. Die vorhandenen Daten werden auf Mikrofilm verfilmt und zusätzlich in Dateien umgewandelt. So entstehen elektronische Patientenakten, die mit dem bereits vorhandenen Informationssystem MeDoc am Computer für die behandelnden Ärzte einzusehen sind. Zeitraubende und belastende neue Untersuchungen können entfallen und dem Patienten kann schneller geholfen werden. Nicht auffindbare Akten gehören der Vergangenheit an. Das Freiburger System hat Vorbildcharakter. Nach zahlreichen Einzelanfragen aus anderen Kliniken wird das gesamte Klinikinformationssystem am Freitag dem 14. Dezember auf den Freiburger Archivtagen vorgestellt.

Kontakt:

Ulrich Enste
Geschäftsbereichsleiter Patientenangelegenheiten
Verwaltung des Universitätsklinikums Freiburg
Tel.: 0761 / 270-2191
E-mail: ulrich.enste@uniklinik-freiburg.de

Dagobert Stöhr
Abteilung Archivierung und Dokumentenmanagement
Verwaltung des Universitätsklinikums Freiburg
Tel.: 0761 / 270-1953
E-mail: stoehr@ukl.uni-freiburg.de

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