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Ob Wahnsinn heilbar ist und ob Aristoteles das Geheimnis des Nautilus verrät

Die Wissenschaftliche Gesellschaft lädt zur Sommersitzung

Freiburg, 17.06.2002

Unter dem Motte Junge Wissenschaft ermöglicht die Wissenschaftliche Gesellschaft wieder einen Einblick in heute aktuelle Wissenschaftsthemen. Zwei renommierte junge Forscherinnen stellen anläßlich der Sommersitzung der Wissenschaftlichen Gesellschaft ihre neuesten Arbeitsergebnisse vor: Dr. Sabine Bahn forscht heute an der University of Cambridge, Dr. Laila N. Scharfenberg in Freiburg an der Philosophischen Fakultät.

Erstmals werden in diesem Jahr auch die Preise für die besten Dissertationen des vergangenen Jahres in der Sommersitzung überreicht. Die Preise gehen an Dr. Andreas Güner vom Archäologischen Institut für seine Arbeit "Venus ordinis, die stilistiche Entwicklung der römischen Wandmalerei und ihre Analogien in der lateinischen Literatur des 1. Jahrhunderts v. Christi" und an Dr. Ulrich Alexander Handge von der Fakultät für Physik für seine Dissertation "Stilistische Aspekte der Fragmentierung von Oberflächenschichten".

Der Festvortrag von Dr. Sabine Bahn "Differentielle Genexpression in der Schizophrenie" beschäftigt sich mit dem, was wir Wahnsinn nennen und was zumeist Schizophrenie ist. Ein Prozent der Weltbevölkerung leidet daran. Mittlerweile besteht Hoffnung, dass sich diese Krankheit heilen läßt. Sie ist in erheblichem Maße erbbedingt, und man beginnt, die ihr zugrundeliegenden molekularen Veränderungen auf der Ebene der genetischen Transkription zu verstehen. Sabine Bahn, die in Freiburg studiert hat und jetzt in Cambridge forscht, hat wesentliche Beiträge dazu geliefert.

Der zweite Festvortrag, von Dr. Laila Scharfenberg, untersucht "Die Spur des rätselhaften Schalentieres" und stellt die Frage: "Kannte Aristoteles den Nautilus?" Aritoteles beschreibt in seiner Historia Animalium ein Meerestier, das er und seine Zeitgenossen nach unserem bisherigen Verständnis nie gesehen haben sollten. Denn das, was er beschreibt, ist der Nautilus Pompilius, der als lebendes Fossil einzig im Pazifik vorkommt. Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, muss man das Undenkbare denken.

Die Sommersitzung, eine öffentliche Veranstaltung, findet am Mittwoch, den 26. Juni 2002, um 17.15 Uhr, im Haus "Zur Lieben Hand" in der Löwenstraße 16 statt.


Kontakt:
Christiane Gieseking-Anz
Wissenschaftliche Gesellschaft Freiburg
e-mail: wissgespr@ac.uni-freiburg.de
www.uni-freiburg.de/wiss-ges