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Studie zur Neurodermitis-Vorbeugung

Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin sucht interessierte Familien

Freiburg, 07.08.2002

Das Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Freiburg sucht Familien, die an eine wissenschaftliche Studie zur Allergie-Vorbeugung teilnehmen möchten. Mit der Studie unter der Leitung von Dr. Matthias Kopp soll die Schutzwirkung des Lactobazillus GG auf die Entstehung von Neurodermitis (=atopische Dermatitis) untersucht werden. Die Studie in Freiburg soll Ergebnisse einer finnische Studie überprüfen, die ergeben hat, dass die Einnahme von Lactobacillus GG während der letzten sechs Wochen der Schwangerschaft und der ersten sechs Lebensmonate des Neugeborenen die Entwicklung einer Neurodermitis verhindern kann. An der Studie können Familien teilnehmen, bei denen der werdende Vater, die werdende Mutter oder ein Geschwisterkind bereits eine Allergie haben. Schwangere Frauen, die Interesse haben, an dieser Untersuchung teilzunehmen, können über das Studientelefon 0761 270 4427 weitere Informationen anfordern.

In den vergangenen Jahrzehnten haben allergischen Krankheiten wie Neurodermitis, Heuschnupfen, und Asthma bronchiale deutlich zugenommen, ohne dass die Ursachen für diese Zunahme genau bekannt sind. Daher wird am Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin in den letzten Jahren intensiv die Entwicklung von Allergien im Kindesalter untersucht.

Ein möglicher Schutzfaktor, der die Entwicklung von Allergien verhindert, besteht in der Einnahme des Nahrungsergänzungsmittels Lactobacillus GG. So hat die Arbeitsgruppe aus Finnland insgesamt 160 Familien untersucht, in denen die schwangeren Frauen vor der Geburt und die neugeborenen Kinder während der ersten Lebensmonate Lactobacillus GG oder eine Scheinpräparat eingenommen haben. Bei der Untersuchung der Kinder nach zwei Jahren wurde beobachtet, dass Kinder, die Lactobazillen erhalten hatten, deutlich seltener an einer Neurodermitis erkrankt waren als Kinder, die das Scheinpräparat erhalten hatten. Bisher ist dieser allergie-verhütende Effekt aber nur in dieser kleinen Gruppe aus Finnland beobachtet worden. Ob sich diese Beobachtungen auf unsere Lebensbedingungen übertragen lassen, ist bislang offen.



Kontakt:

Dr. Matthias Kopp
Universitätsklinikum Freiburg
Freiburger Allergie - Präventionsstudie (FAPS)
Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Mathildenstrasse 1
79106 Freiburg
Tel. 0761 / 270 - 4301
Fax 0761 / 270 - 4450
E-mail: kopp@kikli.ukl.uni-freiburg

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