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Freiburger Antibiotikazentrum an der Medizinischen Universitätsklinik gegründet

Der Resistenzbildung entgegenwirken

Freiburg, 25.11.2002

Die Frage wer schneller ist, die Bakterien bei der Bildung von Resistenzen gegen vorhandene Antibiotika oder die Pharmaforschung in der Entwicklung neuer Antibiotika gegen Bakterien muss zugunsten der Bakterien entschieden werden. Die Zunahme an Resistenzen wird weltweit beobachtet. Sie ist das größte Problem der Antibiotika-Therapie. Es werden laufend neue Antibiotika entwickelt, um der Resistenzbildung zuvorkommen zu können. Letzter Erprobungsschritt zur Zulassung eines neuen Medikaments ist eine klinische Studie, in der die vorab ermittelte Wirkung eines Medikaments am Menschen überprüft werden muss. Je genauer diese nach strengen internationalen Richtlinien überwachten Studien durchgeführt werden, je sicherer die Ergebnisse. Am Freiburger Universitätsklinikum haben das Zentrum für Klinische Studien, der Schwerpunkt Infektiologie und das Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene das Freiburger Antibiotika Zentrum (FABIZ) zur Planung und Durchführung klinischer Antibiotikastudien gegründet.

Resistente Keime - auch in Tierprodukten oder von Reisen eingeschleppt - und unkontrollierter Gebrauch der oft lebenswichtigen Medikamente fördern die Bildung und Verbreitung unempfindlicher Stämme. Um in jedem Fall über Therapiemöglichkeiten zu verfügen, sind bessere Rahmenbedingungen für qualifizierte klinische Studien dringend nötig, so die Gründer des Freiburger Antibiotikazentrums. Dabei gilt die Formel Therapiequalität gleich Patientensicherheit. Das Freiburger Universitätsklinikum verfügt durch das Zentrum für Klinische Studien, seinen neuen Schwerpunkt Infektiologie, der vom BMBF gefördert wird und den es in dieser Form in Deutschland neben Regensburg nur in Freiburg gibt, und die Serviceleistungen des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene über beste Voraussetzungen für eine hohe Qualität solcher Untersuchungen. Patienten, die an solchen Studien teilnehmen können oder wollen, müssen ihr Einverständnis geben und werden während der Behandlung besonders intensiv überwacht. Dafür gibt es am Universitätsklinikum speziell ausgebildete Ärzte und sog. Study Nurses, die die Anwendung der Antibiotika innerhalb einer Studie kontrollieren.


Kontakt:
Prof. Dr. Herbert Maier-Lenz, Ärztlicher Leiter
Zentrum für Klinische Studien
Hugstetter Str. 55, 79106 Freiburg
Tel.: 0761 270 7385, Fax: 0761 270 7383
Mail: maier-lenz@zks.uni-freiburg.de

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